Begriffe – von Interessen geleitet

Wenn Arbeiter oder Angestellte in ihrem Arbeitsvertrag erlauben, ihre Arbeitskraft anderen Unternehmen zu überlassen,  haben sie die Entscheidung aus der Hand gegeben, in welchem Unternehmen sie arbeiten. Genau darin unterscheiden sie sich von einer

Verleihfirmen sprechen beschönigend von Zeitarbeit. Das Gesetz (AÜG) spricht von Arbeitnehmerüberlassung, Verleiher und Entleiher.

Genauer als der Begriff ‚Leihe‘ wäre allerdings der Begriff ‚Miete‘ – ebenso wie Mietwagen präziser ist als Leihwagen; denn Geliehenes gibt es umsonst, für Gemietetes muss man jedoch zahlen.

Der Begriff Arbeitnehmerüberlassung schliesst immerhin aus, dass Arbeit überlassen wird; es ist die Arbeitskraft, die weiter vermietet wird. Aus ihrer Arbeit zieht der Entleiher seinen Gewinn – wie bei den Stammarbeitskräften auch – und verbucht die Miete für die Leiharbeitskraft – anders als bei den Stammarbeitskräften – als Sachkosten. Dann zieht der Verleiher seinen Gewinn ab und zahlt den Rest an die  Leiharbeitskraft als Lohn bzw. Gehalt

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