Wie es begann

Wie alles begann

In der mündlichen Verhandlung vor dem Fürstlichen Landgericht am 28.4.2017 erklärte Dr. Gawlik: „… Am 7.9.2014 hatte ich Wochenenddienst; eine Spitalsärztin machte mich aufmerksam, dass es zu vermehrten Todesfällen gekommen sei. Ich habe dies zunächst nicht zur Kenntnis genommen, später dann aber recherchiert….“.

Dr. Gawlik fährt fort: „Ich habe *** …*** bei uns im Spital gesehen. Ich habe mich gefragt, wieso er nach so kurzer Zeit verstorben ist. Er war vom 11. bis 22.08. bei uns. Ich habe daher in seine Krankenakte angeschaut und bin auf die beschriebene Eintragung gestoßen“. Die beschriebene Eintragung lautete: „Unter aufsteigenden Morphindosierungen ist der Patient schlussendlich am 22.8.2014 verstorben“. Diese Worte „unter aufsteigenden Morphindosierungen“ erregte bei Dr. Gawlik den Verdacht eines unnatürlichen Todes. Dies war das auslösende Moment. Dr. Gawlik fand noch am selben Tag, 9.9.2014, in den elektronischen Akten weitere drei Fälle, die seiner Ansicht nach Hinweise auf einen unnatürlichen Tod enthielten.

Dann folgte ein Gespräch mit dem Präsidenten der Geschäftaprüfungskommision (GPK).

In der mündlichen Verhandlung vor dem Fürstlichen Landgericht erklärte Dr. Gawlik zu diesem Gespräch : „Das Gespräch … fand am 9.9.2014 statt. … Ich stand bei diesem Gespräch noch unter dem Eindruck meiner am Nachmittag diesen Tages erfolgten Sterbehilfeentdeckungen. Es ging um aktive Sterbehilfe …. Ich hatte an diesem Nachmittag vier Fälle solcher aktiven Sterbehilfe recherchiert gehabt. Ich habe … konkret einen Fall genannt, der für mich das auslösende Moment war, alles in die Wege zu leiten“. 

Nach einem Gespräch des GPK Präsidenten mit dem Gesundheitsminister und der Staatsanwaltschaft empfahl der GPK Präsident Dr. Gawlik Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Dr. Gawlik erstattete Anzeige.

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