Zitate

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Hier eine kleine Zitatensammlung.

Zeit, allen politisch Verantwortlichen in der Welt zu sagen:
Lasst uns dem Krieg eine Ende setzen!
Lasst uns den Frieden für allezeit machen!
Es ist an der Zeit! Es ist an der Zeit!

Harry Belafonte	"Künstler für den Frieden" 21. 11. 1981

Die Proletarier dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!	

Karl Marx: Manifest der Kommunistischen Partei, IV. Marx/Engels, MEW 4, S. 493.

Foto und Bearbeitung: Ingo Müller
"Ob diese satirische Überschrift auf dem Schilde jenes holländischen Gastwirts, worauf ein Kirchhof gemalt war, die Menschen überhaupt, oder besonders die Staatsoberhäupter, die des Krieges nie satt werden können, oder wohl gar nur die Philosophen gelte, die jenen süßen Traum träumen, mag dahin gestellt sein. Das bedingt sich aber der Verfasser des Gegenwärtigen aus, daß, da der praktische Politiker mit dem theoretischen auf dem Fuß steht, mit großer Selbstgefälligkeit auf ihn als einen Schulweisen herabzusehen, der dem Staat, welcher von Erfahrungsgrundsätzen ausgehen müsse, mit seinen sachleeren Ideen keine Gefahr bringe, und den man immer seine eilf Kegel auf einmal werfen lassen kann, ohne, daß sich der weltkundige Staatsmann daran kehren darf, dieser auch, im Fall eines Streits mit jenem sofern konsequent verfahren müsse, hinter seinen auf gut Glück gewagten, und öffentlich geäußerten Meinungen nicht Gefahr für den Staat zu wittern; – durch welche clausula salvatoria der Verfasser dieses sich dann hiemit in der besten Form wider alle bösliche Auslegung ausdrücklich verwahrt wissen will."   

Immanuel Kant " Zum ewigen Frieden"; Reclam 1984, Seite 3
Freiheit, wann wirst du auferstehn aus dem großen Leid der Zeit? Wann werden die Verführten steigen aus dem Abgrund und sich neigen vor den Opfern dieser Zwischenwelt?

Maria Günzl	Geschrieben im Kreisgefängnis Leitmeritz 1944/45 nach der Verkündung des Todesurteils. in: "Frauen leisten Widerstand 1933-145", Gerda Szepansky, Fischer-Verlag 1983, S. 9
Freiheit in meiner Sprache
Heißt Liberta! Gibt es ein schön'res Wort als
Liberta! Doch nicht nur in Italien... überall wo Menschen leben Stehst DU an erster Stelle Liberta!
DU bist in aller Munde Liberta!
Alle woll'n doch im Grunde Liberta!
Aber die Dich besitzen... sind auf Dich sehr eifersüchtig
Woll'n Dich mit keinem teilen Liberta!
Einige Menschen denken Liberta!
Dich würde man verschenken Liberta!
Und die es besser wissen - lassen sie in diesem Glauben
Denn sie sind gegen zuviel Liberta!
Freiheit in meiner Sprache heißt Liberta!
Gibt es ein schön'res Wort als Liberta!
Doch nicht nur in Italien... Überall wo Menschen leben
Stehst Du an erster Stelle Liberta!

Milva (Milva (* 17. Juli 1939 als Maria Ilva Biolcati in Goro; † 23. April 2021 in Mailand) war eine italienische Sängerin und Schauspielerin)

Hier zum Video in ital. Sprache:
"Die Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft rettete uns nicht vor dem Wahnsinn"

Gabriel García Márquez; "Die Einsamkeit Lateinamerikas" S. 24
Im nächsten Frieden
Alles wird ganz anders im nächsten Frieden.
Zwischen Tieren, Bäumen auf dieser Erde,
unter blauem Himmel,
wenn wir uns noch als Menschen erkennen können,
will ich dir zeigen wozu wir leben,
du wirst es wissen wollen, dazu schweigen.

Alles wird ganz anders im nächsten Frieden.
Naturgesetze gelten nur noch, das muß wohl ganz oft sein.
Alles, was die Menschen zur Zeit und Stunde noch antreibt,
bei ihrem Tun und Denken, wird einfach nie mehr sein.

Du wirst es spürn, wenn du noch da bist.
Kein Sieger und auch kein Besiegter.
Auf unserem Planeten im nächsten Frieden.
Naturgesetze gelten nur noch,
du wirst es wissen wollen, dazu schweigen.

He, He ,He,

He, He, He,

He, He, He,

Liebling im nächsten Frieden.


Liedtext: Karat

Hier geht es zum Video:
"Von Mai 1964  bis April 1973 warfen amerikanische Flieger ungefähr 2.1 Millionen Tonnen Bomben über Laos ab, dieselbe Menge, die man während des Zweiten Weltkrieges gegen sämtliche Zielgebiete in Europa und Asien eingesetzt hatte und knapp ein Drittel der im Laufe des Vietnamkrieges verbrauchten Zerstörungslast von 6,7 Millionen Tonnen."
"... Laos (war) ein Laboratorium. Dort konnte man die Erfolgsaussichten eines Krieges ohne Bodentruppen testen, dort ließen sich die für einen "großen Krieg" entwickelten Kampfjets auf ihre Wendigkeit und Belastbarkeit prüfen"

"Im toten Winkel der Weltpresse gelegen, konnte in Laos geschehen, was wollte. Weil Niemand darüber berichtete, interessierte sich auch kaum jemand dafür. Eine staatlicherseits verhängte Nachrichtensperre wäre kaum effektiver gewesen"

"Die intensivste Phase begann Ende 1968. Seither flog die U.S. Air Force hunderte von Einsätzen pro Tag, hauptsächlich im Nordosten" 

"Das Gebiet wurde systematisch umgepflügt, Dorf für Dorf, Haus für Haus, so lange, bis buchstäblich kein Stein mehr auf dem anderen stand und das soziale Leben vollständig zum Erliegen gekommen war."
"Es waren Verherrungen apokalyptischen Ausmaßes, von oben angeordnet und von Piloten ausgeführt, die gleichgültig oder auch zustimmend den Befehlen folgten"

Auszug aus dem Buch: Bernd Greiner "Was die USA seit 1945 in der Welt angerichtet haben" S.123 ff
 „Der Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Es geht darum, Kriege abzuschaffen, nicht nur, sie zu begrenzen. Kein nationales Interesse läßt sich heute noch von der Gesamtverantwortung für den Frieden trennen.“

" Es ist leicht, von anderen Maß, Vernunft, Bescheidung zu fordern. Aber diese Bitte kommt mir aus dem Herzen: Alle, die Macht haben, Krieg zu führen, möchten der Vernunft mächtig sein und Frieden halten."

Willy Brandt: Rede anlässlich der Verleihung des Friedens­nobelpreises in Oslo, 11. Dezember 1971
"Carter sagte, die Vereinigten Staaten seien „die kriegerischste Nation in der Geschichte der Welt“, weil sie anderen Ländern amerikanische Werte aufzwingen wollten..."

Emma Hurt: "Präsident Trump rief den ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter an, um über China zu sprechen", 15. April 2019 in "NPR"

„Wer treten wollte, muß sich treten lassen.“

Heinrich Mann: “Der Untertan.”, Leipzig: Kurt Wolff, 1918. S. 428.

Foto: Ingo Müller, Heinrich-Mann-Büste in Berlin-Pankow, Bürgerpark

„Ein Dialog besteht darin, daß Menschen miteinander sprechen, aber sie sprechen nicht nur miteinander, sondern schweigen auch gleichsam miteinander, sprechen gegeneinander oder sprechen aneinander vorbei.“

Johannes Robert Becher: Macht der Poesie. Hrsg. von Horst Haase. In: Bekenntnisse, Entdeckungen, Variationen. Denkdichtung in Prosa. 1. Auflage. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1968. S. 231

Foto: Ingo Müller, Berlin-Pankow, Bürgerpark

Mamita mia

Vier noble Generale
¡ Mamita mia !
hab’n uns verraten.
Und die Faschisten-Staaten
schickten auch prompt Soldaten
mit Bomben und Granaten
¡ Mamita mia !
zu blut’gen Taten.

Madrid, du wunderbare
¡ Mamita mia !
dich wollten sie nehmen
doch deiner treuen Söhne
¡ Mamita mia !
brauchst dich nicht zu schämen.

Und alle deine Tränen
¡ Mamita mia !
die werden wir rächen.
Und die verfluchte Knechtschaft
¡ Mamita mia !
die werden wir brechen.

Text: Ernst Busch; Musik: Trad. (“De las cuatro Muleros”)

Foto: Ingo Müller, Berlin-Pankow,

Hier gehts zum Video:

Foto: Ingo Müller, Dresden, 10.06.2022
"Vietnam... zeigt, wie die Dinge wirklich sind. Eine Nation des Weißen Mannes zerbombt ein farbiges Volk ... Eine reiche, hochentwickelte Nation vernichtet die Ressourcen eines unterentwickelten Landes. Vietnam deckt die Gewalt auf, die hinter dem Lächeln und der Ungezwungenheit des amerikanischen Leben steht. Wir haben jeden Grund, uns selbst zu betrachten und festzustellen: Wir sind die Komplizen eines Mordes"

Stephen Smale[1]Stephen Smale (* 15. Juli 1930 in Flint, Michigan, USA) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der hauptsächlich durch seine Arbeiten über dynamische Systeme und für seinen Beweis der … Continue reading
 in "Verantwortung für den Frieden", Rowohlt-Verlag1983, S. 327

References

References
1 Stephen Smale (* 15. Juli 1930 in Flint, Michigan, USA) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der hauptsächlich durch seine Arbeiten über dynamische Systeme und für seinen Beweis der Poincaré-Vermutung für den Fall {\displaystyle n>4}n>4 bekannt wurde. Er ist Träger der Fields-Medaille und war Professor an der University of California, Berkeley.
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