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Der Kampf der Berliner Krankenhausbewegung

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Aktualisierung 06.02.2024

Zuerst wollen wir den herausragenden Kampf der Beschäftigten der Krankenhäuser der Charité und von Vivantes anhand von Bildern und Videos etwas näher bringen.

Dieser Konflikt ging weit über einen üblichen Tarifkonflkit hinaus. Schon die Forderung nach einem Tarifvertrag Entlastung war darauf gerichtet, nicht nur die Pflegekräfte durch einen besseren Pflegschlüssel zu entlasten, sondern dadurch auch die Pflege zu verbessern. So ging es in diesem Tarifkonflikt um ein Anliegen, das im Interesse der ganzen Stadt war. Denn es gibt niemanden, der davor geschützt ist, sich doch einmal in einem Krankenhaus behandeln zu lassen. Dann aber wollen alle eine gute ärztliche Behandlung und eine gut Pflege.

Zudem wurde von Anfang an darauf orientiert, dass die größte europäische Universitätsklinik Charité und das größte deutsche kommunale Krankenhaus, Vivantes, zusammmen für ihrer Forderungen kämpften. Sehr wichtig war, dass auch die Töchter, die in den vergangenenn Jahren ausgelagert worden waren, mit der Forderung „TVöD für alle!“ in den Kampf einbezogen wurden. Damit machten die Kranknehausbeschäftigten von Anfang an klar, dass sie niemanden zurücklassen und die Spaltung der Beschäftigten nicht hinnehmen wollen. Sie stellen die Einigkeit her, die am Ende alle stark macht.

Herausragend auch, dass im Mittelpunkt des Tarifkampfes die ehrenamtlichen Beschäftigten standen. Sie sprachen auf den zahlreichen Kundgebungen und bestimmten das Bild.

Sehr wichtig war auch die systematische Zusammenarbeit mit anderen politischen Bewegungen. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang das Zusammengehen mit der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!“. Auf jeder Kundgebung der Beschäftigten der Krankenhäuser sprache auch ein Vertreter der Kampagne „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!“. Auch viele andere stadtpolitsche Initiativen wurden einbezogen.

Zum Thema:

26.08.2021: Vivantes – Streikrecht verteidigt! hier weiterlesen

14.09.2021: Der 6. Streiktages am 14. September Bildergalerie und Video hier:

19.09.2021: Gemeinsam auf die Straße! Bildergalerie: (aktualisiert 06.02.2024)

09.10.2021: Die Demo am 9. Oktober Bildergalerie und Video hier:

Aktuelle Pressemitteilungen:

12. Oktober 2021. Jetzt haben sich ver.di und Vivantes auf Eckpunkte geeinigt, Presseerklärung hier:

07. Oktober 2021. Durchbruch bei Charité, jetzt muss sich auch Vivantes bewegen, Presseerklärung hier:

16. September 2021. ver.di macht Charité und Vivantes konkrete Vorschläge zur raschen Beilegung der Tarifkonflikte. Presseerklärung hier:

Der Kampf der Töchter von Vivantes mit dem Ziel „TVöD für alle!“ ist noch nicht beendet.


Aktualisierung 06.02.2024

In diesen Teil werden wir, alles was nach dem Jahr 2021 die Krankenhausbewegung in Bewegung hielt.


30. Januar 2024 Kliniken fordern Minister Lauterbach zum gemeinsamen Handeln auf

Mit einem gemeinsamen Aufruf fordern die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Landeskrankenhausgesellschaften und zahlreiche Krankenhausträgerverbände Bundesgesundheitsminister Lauterbach auf, die Krankenhausreform mit Blick auf eine gesicherte Patientenversorgung in Deutschland und gemeinsam mit den Bundesländern und den Krankenhausträgern voranzutreiben. Die Krankenhäuser kritisieren darüber hinaus, dass Lauterbach, statt die Reform ernsthaft umzusetzen, die Kliniklandschaft in aus seiner Sicht gute und schlechte Krankenhäuser spalte, den Ländern die Planungshoheit für die Krankenhäuser entziehe und den kalten Strukturwandel mit immer mehr Insolvenzen tatenlos zur Kenntnis nehme.

Der gemeinsame Aufruf ist als Anlage beigefügt.

Zugehörige Dateien

Geben Sie Ihre Stimme ab und unterstützen Sie uns. – INFLATIONSAUSGLEICH FÜR DIE KRANKENHÄUSER – JETZT SOFORT!


01.12.2023 Solidarität mit Silvia hat gewirkt!

Silvia ist eine Pionierin der Krankenhausbewegung. Sie spricht seit vielen Jahren offen und öffentlich über die Missstände in den Krankenhäusern und die Gründe dafür.

Sie hat vielen Mut gemacht dies ebenso zu tun. Eine demokratische Gesellschaft braucht diesen Mut zur Wahrheit. Auch wenn die Wahrheit den Chefs unangenehm ist.

Silvia hat offen über die Probleme bei der Umsetzung des Tarifvertrags Entlastung bei Vivantes gesprochen. Dafür hat Vivantes sie abgemahnt. Das soll sie und andere einschüchtern.

Weiterlesen Hier:


07.12.2022 Gebraucht, beklatscht – aber bestimmt nicht weiter so!

Silvia Habekost/Dana Lützkendorf/Sabine Plischek-Jandke/Marie-Luise Sklenar (Hrsg.)

Gebraucht, beklatscht – aber bestimmt nicht weiter so!
Geschichte wird gemacht: Die Berliner Krankenhausbewegung
WIDERSTÄNDIG

108 Seiten | in Farbe | 2022 | EUR 10.00
ISBN 978-3-96488-139-7

Kurztext: Geschichte wurde gemacht! Im Rahmen einer außergewöhnlichen Kampagne erstreikte die Berliner Krankenhausbewegung 2021 bessere Arbeits- und Tarifbedingungen bei der Charité, Vivantes und deren ausgegliederten Töchtern und damit eine bessere Patient*innenversorgung.

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09.11.2022 Krieg und Kapital zerstören Löhne, Leben und Klima!

Über eine Veranstaltung von “1918 unvollendet” mit Nikolaus Brauns, Kalle Kunkel und Charlotte Rutz-Sperling im Kiezraum Dragonerareal, die am 09. November 2022 stattgefunden hat.

u. a. Charlotte Rutz-Sperling spricht über die “Kampf um das Wenckebach – Klinikum”

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20.10.2022 Bündnis Klinikrettung veröffentlicht Studie zur Selbstkostendeckung als Alternative zu Fallpauschalen

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.:

„Unsere Studie zeigt: Die Selbstkostendeckung setzt enorme personelle Ressourcen frei und stoppt die auf Kosten der Allgemeinheit seit Jahren stattfindenden Gewinnabflüsse aus dem Krankenhauswesen. Außerdem geht sie mit einer an medizinischen Bedarfen orientierten Krankenhausplanung einher. Die Selbstkostendeckung ist die Alternative die wir brauchen, um endlich das desaströse System der Fallpauschalen zu verlassen.“

Seit dem Wochenende wiederholt Gesundheitsminister Karl Lauterbach, dass er die Überwindung der Fallpauschalen anstrebe. Damit greift er zwar die langjährige Kritik an den Fallpauschalen auf, bleibt aber hinsichtlich einer Alternative vage. Das Bündnis Klinikrettung fordert Lauterbach auf, das DRG-System durch die Selbstkostendeckung zu ersetzen, und hat ihm und seiner Regierungskommission deswegen die Studie übermittelt.

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Zur Studie hier entlang: