Nach einer Meldung der Berliner Zeitung kann das Land Berlin endlich den Auftrag für den Bau von mindestens 1400 neue S-Bahn-Wagen vergeben.
Der Bahnhersteller Alstom gab bekannt, dass er den Rechtsstreit nicht weiterführen wird. „Alstom hat entschieden, im Vergabeverfahren der S-Bahn Berlin nicht die nächste Instanz anzurufen“, zitiert die Berliner Zeitung den Alstom-Sprecher Jörn Bischoff. “Damit kann der Auftrag, mindestens 1400 S-Bahn-Wagen zu liefern und auf zwei Dritteln des Liniennetzes zu betreiben, nun vergeben werden. Nach einer Ausschreibung fiel im Sommer 2025 die Entscheidung, den 15-Milliarden-Euro-Auftrag an ein Konsortium zu vergeben. Ihm gehören die Schienenfahrzeughersteller Siemens und Stadler sowie die Deutsche Bahn (DB) an.”[1]Berliner Zeitung vom 26. Juni 2026
Die S-Bahn GmbH ist ein Unternehmen der Deutschen Bahn, die zwar formell als Aktiengesellschaft organisiert, aber immer noch zu 100 Prozent Bundeseigentum ist.
Die S-Bahn-Initiative hat immer jede Privatisierung der S-Bahn bekämpft und einen großen Anteil daran, dass die S-Bahn weiter von der S-Bahn-GmbH betrieben wird. Die Linien auf der Stadtbahn (S3, S5, S7, S75, S85, S9) und im Netz Nord-Süd (S1, S2, S25, S26, S8) werden weiter von der S-Bahn GmbH betrieben und bleiben damit in öffentlicher Hand.
Siemens und Stadler werden aber die Instandhaltung der neugebauten Wagen übernehmen. Die Instandhaltung der S-Bahn war bisher eine Aufgabe der S-Bahn-GmbH. Insoweit die Instandhaltung an Siemens und Stadler geht und damit privatisiert wird, konnte sich die Initiative “Eine S-Bahn für alle” nicht durchsetzen.
Artikel von Peter Neumann in der Berliner Zeitung vom 26. Juni 2026 weiterlesen
References
| ↑1 | Berliner Zeitung vom 26. Juni 2026 |
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