Eine erste Antwort auf die Frage: Was tun gegen die Umwandlung von Pierburg/Rheinmetall im Wedding in einen Rüstungsbetrieb?

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Last Updated on 29/07/2026 by Benedikt Hopmann

Im Berliner Forum gewerkschaftliche Linke hat Peter Vlatten zu verschiedenen Erklärungen Stellung genommen, die sich auf eine Pressemitteilung der IG Metall zur Umwandlung von Pierburg im Wedding in einen Rüstungbetrieb beziehen. Dabei setzt sich Peter auch mit meiner Erklärung zu diesem Thema auseinander. Ich möchte hier auf Peter antworten, weil eine sehr wichtige Frage berührt wird.

Peter Vlatten schreibt: “Die Gewerkschaften sind nicht verantwortlich für die Verhältnisse, aber sehr wohl sind sie mitverantwortlich, ob man sich mit diesen Verhältnissen abfinden will, sie gegebenenfalls sogar unterstützt oder ihnen ein klares Nein gegenüberstellt, allgemein und konkret an der Seite des antimilitaristischen Kampfes im Wedding.”

Aber was heißt das? Was heißt ein “klares Nein, allgemein und konkret an der Seite des antimilitaristischen Kampfes im Wedding”? Diese Frage hat herausragende Bedeutung. Was muss gefordert werden, um einen Rüstungbetrieb wieder in eine zivile Produktion zurückzuverwandeln, auch im Wedding? Wenn wir uns damit nicht befassen, hat das “klare Nein” keine Konsequenzen. Es ist eine Luftnummer.

Ich hatte in meiner Erklärung geschrieben: “Es kann nicht darum gehen, die Rüstungsproduktion von einem Bezirk in einen anderen, von einem Bundesland in ein anderes zu verschieben. Vielmehr muss es darum gehen, die ganze Rüstungsindustrie zurückzufahren. Es sind die Rüstungsausgaben, deren explosive Erhöhung auf Bundesebene beschlossen wurde, und genau diese Rüstungsausgaben sind es, die auf Bundesebene zurückgefahren werden müssen. Anders geht es nicht.”

Hat Peter eine bessere Antwort? In seinem Artikel vom 26. Juli 2026 sagt er dazu nichts. Stattdessen legt er meine Antwort so aus, als wollte ich eine Stellungnahme zur konkreten Umwandlung des Weddinger Werkes vermeiden. Dabei ist es genau umgekehrt:

Die kiezbezogende berechtigte Empörung über die Umwandlung in einen Rüstungsbetrieb muss ergänzt werden um einen Ansatz, der von der Steigerung der allgemeinen Rüstungsausgaben ausgeht und dann deutlich macht, dass dort auch der Schlüssel für eine Umkehr liegt. Die allgemeine Forderung, die Rüstungausgaben herunterzufahren, ist notwendige[1]allerdings nicht hinreichende Voraussetzung, wenn Pierburg/Rheinmetall im Wedding nicht in einen Rüstungsbetrieb ungewandelt oder in einen zivilen Betrieb wieder zurückverwandelt werden soll.

Die Forderung, den Rüstungshaushalt zurückzufahren, steht ganz oben auf der Liste der bundesweiten Friedensbewegung. Ich denke es besteht Einigkeit, sich dem anzuschließen. Wir werden uns am 1. September und am 3. Oktober alle wiedersehen – eben auch weil wir uns nicht mit der Konversion in Rüstungsproduktion im Wedding abfinden wollen.

References

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1 allerdings nicht hinreichende