Berlin, 14.05.2025
Nr. 106
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
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P R E S S E I N F O R M A T I O N
CFM sagt Verhandlungstermin am 15. Mai ab - Affront gegen Beschäftigte und Senat
Die Geschäftsführung der Charité Facility Management (CFM) hat den für den morgigen Donnerstag, den 15. Mai anberaumten Verhandlungstermin mit der ver.di abgesagt. Begründet wird die Absage damit, dass ver.di den Streik an der CFM auch während der Verhandlungen selbst fortsetzt und dass ver.di weiterhin an der Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit an der Charité festhält.
Nach Einschätzung von ver.di sind diese Gründe lediglich vorgeschoben. Vielmehr versucht die CFM Geschäftsführung – und damit die CFM-Eigentümerin Charité – nach den zahlreichen positiven Signalen von Seiten des Berliner Senats als Eigentümer der Charité, konstruktive Verhandlungen zu verhindern. Sowohl der Regierende Bürgermeister als auch die Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege Ellen Haußdörfer hatten sich in den letzten Tagen zur Perspektive der Angleichung an den TVöD bekannt. Kai Wegner hatte ausdrücklich ein Stufenmodell vorgeschlagen – ver.di hatte einen Stufenplan schon in den letzten Verhandlungen vorgelegt. ver.di ist zu den Einzelheiten und die Ausgestaltung dieses Stufenplans jederzeit verhandlungsbereit. Bereits zuvor hatte ver.di kritisiert, dass die CFM für über zwei Wochen keinen Verhandlungstermin vereinbaren wollte und damit den Streik unnötig verlängert.
„Diese Verhandlungsabsage ist nicht nur ein Affront gegen die Beschäftigten. Sie stellt auch die Autorität des Regierenden Bürgermeisters in Frage, nachdem dieser den Weg des Stufenmodells in den TVöD ausdrücklich begrüßt hat. Nur wer verhandelt kann zu Kompromissen kommen. Die CFM will dagegen ihre Maximalforderung durchdrücken und die Zwei-Klassengesellschaft an der CFM dauerhaft zementieren“, erklärt ver.di Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer.
Ver.di fordert die CFM-Geschäftsführung auf, den Termin am 15. Mai wahrzunehmen und wird dafür zur Verfügung stehen. Zugleich fordert sie den Berliner Senat in seiner Funktion als Eigentümer der Charité auf, den politischen Zusagen, die in der Öffentlichkeit gemacht wurden, Nachdruck zu verleihen.
In Reaktion auf die Verhandlungsabsage findet heute vor dem Abgeordnetenhaus (AGH) am 11:30 Uhr eine Streikkundgebung statt. Dort tagt heute der Hauptausschuss der AGH.
Für Rückfragen:
Gisela Neunhöffer, ver.di Verhandlungsführerin
gisela.neunhoeffer@verdi.de
0171 - 90 77 415