Gegen Berufsverbote

Initiiert von der Junge GEW und der AG Berufsverbote GEW BERLIN fand am 06.02.2025 ein Informations- und Diskussionsabend
in der Humboldt-Universität statt.

Die AG Berufsverbote in der GEW Berlin hat erste wichtige Etappenerfolge erzielt: den Aufarbeitungsbeschluss des Berliner AGH (02.09.2021) und die Erstellung einer viel beachteten Ausstellung „Berufsverbote und politische Disziplinierung in West-Berlin“. Aufklärungsarbeit über verdrängte Geschichte zu gestalten, ist uns wichtig, gleichzeitig die Auseinandersetzung um die aktuelle Gefahr neuer Radikalengesetze fortzuführen ebenso. Die vollständige Rehabilitierung der ehemals von Berufsverboten und politischer Disziplinierung Betroffenen bleibt für uns als Ziel auf der Tagesordnung.


Neue Berufsverbote und politische Disziplinierung von Gewerkschafterinnen und Demokratinnen braucht das Land überhaupt nicht, aber es gibt sie wieder, auch 53 Jahre nach dem „Radikalenerlass“ von 1972 noch.

Als das Berliner Abgeordnetenhaus am 02.09.2021 den Beschluss fasste, die „Folgen des Radikalenerlasses in West-Berlin“ wissenschaftlich aufzuarbeiten, war das vor allem ein Erfolgsprojekt der GEW BERLIN, basierend auf der Arbeit der AG Berufsverbote. Einer der Wissenschaftler*innen, die an der Umsetzung des Beschlusses arbeiten ist der Historiker Dr. Jan-Henrik Friedrichs und hat bei der Veranstaltung das Referat gehalten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Berichte von aktuell betroffenen Kolleginnen: Inés Heider (Sozialarbeiterin, Berlin, GEW), Benjamin Ruß (Geoinformatiker, München, verdi) und Luca Schäfer (Lehrer, Frankfurt, GEW)

Die neuen Berufsverbotsfälle ordnen sich ein in die gegenwärtig stattfindende Rechtsentwicklung und die Einschränkung demokratischer Rechte. Information und Gegenwehr sind nötig!

Kommt zahlreich!


  • Einladungsflyer
    53 Jahre nach dem „Radikalenerlass“von 1972 häufen sich wieder Fälle vonBerufsverboten und politischerDisziplinierung. Darüber wollen wirinformieren und über Gegenstrategiendiskutieren.
  • Videomitschnitt der Veranstaltung  an der HU Berlin am 06.02.2025
    53 Jahre nach dem „Radikalenerlass“ von 1972 häufen sich wieder Fälle von Berufsverboten und politischer Disziplinierung. Darüber wollen wir informieren und über Gegenstrategien diskutieren. Zu Wort kommen drei Betroffene: Luca Schäfer (Lehrer, Frankfurt) Inés Heider (Sozialarbeiterin, … Weiterlesen
  • Präsentation von Benjamin Russ zu den Ereignissen  2022-2024
  • Ewald Leppin, ein Betroffener aus der Zeit der Entstehung des Radikalenerlass 
    Ewald Leppin, ein Betroffener aus der Zeit der Entstehung des Radikalenerlass ist auf dem Beitragsfoto, dass die internationale Antiberufsverbots-Demo in Straßburg (13.03.1976)zeigt. Hier ist Ewald recht gut zu erkennen, da er ein Namensschild hält. Erwald schrieb … Weiterlesen
  • Historische zum Radikalenerlass – Prof. Dr. Eberhard
    In meiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Archivs der VVN-VdA bin ich auf zwei interessante, historische Tonaufnahmen zum Radikalenerlass und den Berufsverboten gestoßen. Dabei befand sich eine Aufnahme vom 30.01.1976, auf einem Hearing Westberliner Landesjugendrings Tiergarten … Weiterlesen
  •  AG Berufsverbote –  GEW BERLIN
    Zitat:Die Ag Berufsverbote in der GEW Berlin hat erste wichtige Etappenerfolge erzielt: den Aufarbeitungsbeschluss des Berliner AGH (02.09.2021) und die Erstellung einer viel beachteten Ausstellung „Berufsverbote und politische Disziplinierung in West-Berlin“. Aufklärungsarbeit über verdrängte Geschichte zu … Weiterlesen
  • Zeitenwende Demokratieabbau
    (Referat Ewald Leppin von der AG-Berufsverbote) Zeitenwende Demokratieabbau        Seit Anfang der 1980er-Jahre gab es kaum noch Berufsverbote, die Ländererlasse wurden nicht mehr angewendet. Die flächendeckende Regelanfrage beim Verfassungsschutz wurde ab 1979 eingestellt Wir waren überrascht, als … Weiterlesen

Aktuelles zum Berufsverbot im Jahre 2026 folgt demnächst.