Berliner S-Bahn: Gemeingut statt Goldesel

Liebe Freundinnen und Freunde einer guten Bahn für alle,

angeblich schreibt die EU vor, dass Regionalverkehr europaweit ausgeschrieben werden muss. Fast ein Drittel des Nahverkehrs auf der Schiene wurde in Deutschland inzwischen schon privatisiert (28 Prozent). Das wiederum führt zu Lohndumping, Engpässen beim Wagenmaterial und Insolvenzen mit erheblichen Zugausfällen. Parallel dazu prüfen viele Bundesländer, ob sie wegen steigender Trassenpreise ihre Verkehre ausdünnen. Wir zeigen am Beispiel der Berliner S-Bahn: Nichts davon muss so gemacht werden, es gibt Alternativen.

Erst im Juli war Vertragsunterschrift: Siemens und Stadler werden künftig mit der Berliner S-Bahn verwoben, für die Instandhaltung soll die öffentlich-private Partnerschaft sogar über 30 Jahre laufen. Die weitreichende Privatisierung im Regionalverkehr der Bundesländer Berlin und Brandenburg hat Widerstand hervorgerufen. Auf einer von Bahn für Alle ausgerichteten Podiumsdiskussion im Juni wurde die Forderung nach einer Kommunalisierung laut. Vor diesem Hintergrund haben wir eine Zeitungsbeilage erarbeitet, die wir gemeinsam mit dem Bündnis EINE S-Bahn für ALLE herausgeben. Sie erscheint in den Regionen Berlin und Brandenburg am 13. August im „Freitag“, am 14. August im „nd.DieWoche“, am 17. August in der „WochenTaz“ und am 22. August in der „jungen Welt“.
 
Aktive Gruppen und Einzelpersonen können bei uns gratis Exemplare zum Verteilen erhalten. Für die Kosten von Druck und Versand benötigen wir noch Unterstützung. Helfen Sie dabei mit Ihrer Spende (Kennwort S-Bahn-Zeitung)! 

Herzlich grüßen
für das Bündnis Bahn für Alle

Carl Waßmuth   |   Katrin Kusche

Dieser Beitrag erschien auf Eine-S-Bahn für alle, am 13.08.2026. Wir bedanken uns für die weitere Veröffentlichung.

Beitragsfoto: Erlebnisbahnhof Mellensee, Jun 2026, IngMue1957