MIGRANTISCHE GEWERBETREIBENDE SETZEN ZEICHEN GEGEN RASSISMUS UND AUSGRENZUNG.
Freiwillige Betriebsschließungen von 10 bis 15 Uhr – Kundgebung um 13 Uhr vor dem Landtag Sachsen-Anhalt.
Heute, am 26. August 1026, wollen migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg mit einer gemeinsamen Aktion ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und für eine demokratische Gesellschaft setzen. Das MIGAZIN berichtet, dass diese Gewerbetreibenden „aus Sorge vor der Politik der AfD ihre Geschäft schließen wollen“. Die Wochenzeitung Der Freitag berichtet von 120 Betrieben, die sich beteiligen wollen.[1]https://www.freitag.de/autoren/sebastian-baehr/wir-gehoeren-hierher-warum-migrantische-gewerbetreibende-in-magdeburg-streiken) Wir veröffentlichen die Presseerklärung, in der zu dieser Aktion aufgerufen wird. Da die Inhaber ihre Betriebe schließen, ist es im wörtlichen Sinne kein Streik. Trotzdem ist es eine wichtige Aktion, die demonstriert, dass die politische Demonstration am Arbeitsplatz zur Verteidigung der Menschenwürde unverzichtbar ist. Die Meinungsfreiheit darf nicht vor den Betriebstoren enden.
Am Mittwoch, den 26. August 2026, wollen migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg mit einer gemeinsamen Aktion ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und für eine demokratische Gesellschaft setzen.
Im Rahmen des Migra-Streiks schließen teilnehmende Gewerbetreibende und Geschäftsinhaber*innen ihre Betriebe freiwillig von 10:00 bis 15:00 Uhr.
„Wir schließen heute unsere Türen, damit sich morgen nicht die Türen zu einer freien und demokratischen Gesellschaft schließen.“
Hintergrund der Aktion sind Erfahrungen mit Rassismus und gesellschaftlicher Ausgrenzung sowie politische Debatten, in denen die Zugehörigkeit von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Migrationsgeschichte zunehmend infrage gestellt wird. Auch Forderungen nach massenhaften Abschiebungen und der Verdrängung von Menschen mit Migrationsgeschichte aus unserer Gesellschaft lösen bei vielen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte Angst und Verunsicherung aus.
Die beteiligten Gewerbetreibenden wollen dazu nicht schweigen. Mit der freiwilligen Betriebsschließung machen sie ihre Perspektiven und Sorgen öffentlich sichtbar und setzen ein friedliches und demokratisches Zeichen.
„Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Herkunft nicht darüber entscheidet, wer dazugehört. Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Zugehörigkeit sind nicht verhandelbar.“
Menschen mit Migrationsgeschichte sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Sie sind Nachbar_innen, Kolleg_innen, Freund_innen, Unternehmer_innen und Mitmenschen.
Gleichzeitig ist den Unterstützer*innen der Aktion wichtig: Der Wert eines Menschen darf nicht von Arbeit, wirtschaftlicher Leistung oder gesellschaftlichem Nutzen abhängig gemacht werden. Menschenwürde gilt für alle.
Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V. unterstützt die selbstorganisierte Initiative migrantischer Gewerbetreibender und ihr gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung.
KUNDGEBUNG MIT PRESSEERKLÄRUNG VOR DEM LANDTAG
Am selben Tag findet um 13:00 Uhr eine Kundgebung mit Presseerklärung vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt statt.
Dort werden Organisator*innen und beteiligte Gewerbetreibende selbst über ihre Erfahrungen, ihre Sorgen sowie die Hintergründe und Ziele der Aktion sprechen.
Medienvertreter*innen und solidarische Menschen sind herzlich eingeladen.
TERMIN
Mittwoch, 26. August 2026
10:00–15:00 Uhr
Freiwillige Betriebsschließung
13:00 Uhr
Kundgebung mit Presseerklärung
Vor dem Landtag Sachsen-Anhalt
Domplatz 6–9
39104 Magdeburg
Hier die Quelle der Pressemitteilung.
Hier die Quelle im Freitag.
KONTAKT ZUR INITIATIVE / BETEILIGUNG
E-Mail: migrantenstreik-md@gmx.de
PRESSEKONTAKT
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e. V.
Herr Saaeid Saaeid
press@fluechtlingsrat-lsa.de
015566120215
Gegen Rassismus und Ausgrenzung.
Für Menschenwürde, Gleichberechtigung, Solidarität und Demokratie.