Die erste Rosa-Luxemburg-Konferenz lief unter dem Motto:
“Frieden schaffen mit Blauhelm-Waffen?”
Eine Diskussion der “jungen Welt” über den Abschied der Linken vom Antimilitarismus der Linke zwischen Wolfgang Gehrcke (PDS) , Jürgen Elsässers (Junge Welt), Christian Ströbele (B`90/Grüne) , Nina Hager (DKP) und Nina Hauer (Jusos) im Berliner Tränenepalast.
Diese Konferenz hatte damals noch nicht die offizielle Bezeichnung “Rosa-Luxemburg-Konferenz”
Zitat aus der Tagesordnung:
Programm der I. Rosa-Luxemburg-Konferenz 1996
Frieden schaffen mit Blauhelm-Waffen? Der Abschied der Linken vom Anti-Militarismus 1914–1995
13. Januar 1996, Tränenpalast
Podiumsdiskussion mit:
Wolfgang Gehrke (PDS)
Nina Hauer (SPD)
Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen)
Nina Hager (DKP)
Jürgen Elsässer (junge Welt)
Moderation: Klaus Behnken (junge Welt)
Konzert mit:
Pankow
Atari Teenage Riot
Quelle:
Familienstreit unter Linken – oder mehr? Warum eine junge-welt-Veranstaltung manchmal schon im Vorfeld für Aufregung sort.
So titelte die “Junge-Welt” am 12.01.199, auf Seite 16 in ihrer Ausgabe.
1995 wurde der Damm für die ersten Kampfeinsätze der neuen Bundeswehr, nach1945 gebrochen und nicht nur dass, sondern auch eine tiefe Bresche
in linken Antimilitarismus und Pazifismus geschlagen. Bei der Entscheidung im Bundestag am 30.06.1995, Tornado-Einheiten nach Ex-Jugoslawien verweigerten
sich SPD und Bündnisgrüne-Mehrheitlich und die PDS komplett die Zustimmung dazu.
Jedoch in der Folgezeit änderte sich alles, zu erst korrigierte der Bündnisgrüne Bundestagsfraktionsprecher J. Fischer [1]18.09.1995 seine Position und erwärmte sich für das
Frieden schaffen mit Blauhelmwaffen. Dann setzte in der PDS ein Nachdenken über die angebliche Notwendigkeit von UN-Truppen bis hin zu Kampfeinsätzen ein.[2] https://taz.de/PDS-diskutiert-Militaereinsaetze/!1485538/
Dementsprechend wurde es Zeit, um bei der SPD, Grünen und PDS nachzufragen, wohin die Reise gehen soll, so dachten sich es die Redaktion der Junge-Welt und einige Jugendverbände in und außerhalb von Parteien.
Der Termin der Podiumsdiskussion war schnell gefunden: am 13.Januar, am Vorabend der alljährlichen Luxemburg-Liebknecht-Demo in Berlin. Schnell zeigte sich, daß die
angefragten Parteien nicht die selbe Begeisterung zeigten, wie die Junge-Welt. Gysi und Trittin sagten ab
Jedoch war es ein kleines Wunder, dass die Veranstaltung, trotz Angesicht der Schwierigkeiten stadtgefunden hat.
Es ist schwierig Dokumente über diese Konferenz zu finden, jedoch in der JW-Ausgabe vom 15.01.1995 ist eine Dokumentation vorhanden.
Diese Dokumentation Online zu finden ist mir nicht gelungen. Wem es gelingt, kann sich ja melden.
Zitate aus den Redebeiträge:
Nina Hauser, Jusos:
Die Jusos in der SPD teilen die Entscheidung zur Entsendung deutscher Truppen nach Ex-Jugoslawien, die der SPD-Bundesparteitag und die SPD-Bundestagsfraktion getroffen haben nicht."
Nina Hager, DKP
"1989 war viel von Abrüstung, von atomwaffenfreien Zonen und vom Weltfrieden die Rede. Zur sogenannten Wiedervereinigung versicherten die deutsche Politik einhellig:
Von deutschen Boden würde nie wieder Krieg ausgehen,"...
Die Kriegsabenteuer der Bundesregierung haben etwas mit der Verfaßtheit dieser Gesellschaft zu tun, mit der Herrschaft des Kapitals. Es gilt, diesen Abenteuern entschieden entgegenzusetzen"
Beitragsfoto: RLK- 14.01.2024, Foto: Ingo Müller
References
