Last Updated on 14/12/2025 by Benedikt Hopmann
Die Betriebsgruppe ver.di-FU erklärt sich solidarisch mit dem beabsichtigten “wilden” Streik von Beschäftigten der freien Träger.
Wir solidarisieren uns mit den Kolleg*innen, die beabsichtigen, in einen „wilden“ Streik, d. h. ohne Aufruf der Gewerkschaften, zu treten. Bei den Beschäftigten freier Träger – etwa in sozialen Beratungsstellen – richtet sich der Protest gegen Kürzungspläne des Senats, unzureichende Finanzierung und die fehlende tarifliche Anerkennung.
Viele fordern eine Angleichung an den TV-L, die Hauptstadtzulage und den Stopp weiterer Kürzungen.
Gerade die Berufe, in denen diese Kolleg*innen tätig sind – z. B. soziale Beratung, Betreuung und Daseinsvorsorge – werden durch Unterfinanzierung und Kürzungen unmittelbar geschwächt. Das führt zu konkreten Nachteilen und Schäden für die Personengruppen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind. Die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wirkt sich damit direkt auf Schutzbedürftige, Ratsuchende und vulnerable Menschen aus.
Wir betonen ausdrücklich die Gemeinsamkeit unserer Kämpfe:
Auch wir werden am 18.12. vor dem Berliner Abgeordnetenhaus streiken, um gegen Kürzungen, Überlastung und den Abbau öffentlicher Infrastruktur zu protestieren. Die Anliegen der Kolleg*innen der freien Träger und die unserer eigenen Bereiche sind eng miteinander verbunden – es geht um die Verteidigung sozialer und öffentlicher Arbeit in Berlin.
Die aktuelle politische Lage zeigt, wie eng betriebliche Forderungen mit politischen Entscheidungen verflochten sind. Sie macht deutlich, dass Beschäftigte Interessen nicht nur an der Wahlurne, sondern – wo nötig – auch durch Arbeitsniederlegungen ausdrücken können und müssen, etwa wenn Projekte von rechtskonservativen Politiker*innen durch Kürzungen systematisch zerschlagen werden, weil sie nicht in ihr Weltbild passen.
Unsere volle Solidarität gilt allen, die sich gegen diese Entwicklung wehren und für bessere Arbeitsbedingungen, eine sichere Finanzierung und eine starke soziale Infrastruktur streiken.
Vorstand, ver.di-Betriebsgruppe
12.12.2025
