Leben des palästinensischen Kinderarztes Dr. Hussam Abu Safiya in akuter Gefahr – sofortige Beendigung seiner Gefangenschaft erforderlich

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Angesichts der akut lebensbedrohlichen Situation von Dr. Hussam Abu Safiya ruft die Jüdische Stimme alle Journalist:innen, medizinischen Vereinigungen und politischen Entscheidungsträger dazu auf, den Druck auf ihre Institutionen für eine sofortige Freilassung zu erhöhen und mit größtmöglicher Dringlichkeit zu handeln.

Der Anwalt von Dr. Abu Safiya, Nasser Odeh, konnte ihn am 2. Juli besuchen und berichtete von einem äußerst besorgniserregenden Gesundheitszustand. Nach seinen Angaben ist Dr. Abu Safiya seit Dezember 2024 täglich Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Während des Besuchs habe er kaum aufrecht sitzen können, äußerst verängstigt gewirkt und mehrfach beinahe das Bewusstsein verloren.

„Dies ist das letzte Mal, dass du mich siehst… Sie haben mich hierher gebracht, um mich zu töten“, sagte Dr. Abu Safiya am Donnerstag zu seinem Anwalt. Nach Angaben seines Anwalts hätten sich die Folter und Misshandlungen verschärft, seit im vergangenen Monat richterliche Anhörungen zu seiner Freilassung begonnen haben.

Der Kinderarzt und Klinikdirektor des Kamal-Adwan-Krankenhauses in Gaza befindet sich seit der Belagerung des Krankenhauses im Dezember 2024 in israelischer Gefangenschaft. Gemeinsam mit ihm wurden mindestens 13 weitere Ärzt:innen völkerrechtswidrig aus Gaza verschleppt und sind derzeit den brutalen Haftmaßnahmen der israelischen Besatzung ausgesetzt. Dies erfolgt im Rahmen der vorsätzlichen Angriffe auf medizinische Einrichtungen und medizinisches Personal während des Genozids in Palästina.

Die systematische Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza wurde bereits in mehreren Berichten von NGOs wie Forensic Architecture und Physicians for Human Rights Israel dokumentiert. Die Organisationen Addameer und Palestinian Prisoners Society berichten regelmäßig über Folter und Misshandlungen in israelischer Gefangenschaft. Derzeit befinden sich über 9.400 Palästinenser:innen in israelischen Gefängnissen und Lagern, darunter mehr als 3.200 Menschen ohne Gerichtsverfahren oder Urteil.

Angesichts der Beteiligung israelischer medizinischer Einrichtungen am Genozid in Palästina – sei es durch ihr Schweigen zur Zerstörung von Krankenhäusern, durch die Ermöglichung von Folter oder durch Aufrufe zu Bombardierungen – berichtete The Lancet kürzlich über eine Petition, die einen Boykott der IMA (Israeli Medical Association) durch die WMA (World Medical Association) fordert.

Wir rufen alle Akteur:innen, insbesondere Journalist:innen und Angehörige medizinischer Berufe, dazu auf, den öffentlichen und politischen Druck für die sofortige Freilassung des akut bedrohten Dr. Husam Abu Safiya und seiner Kolleg:innen zu erhöhen!

Quelle: Jüdische Stimme

Siehe auch: IPPNW-Mailkampagne “Freiheit für Dr. Hussam Abu Safiya