Zweiklassengesellschaft in einer Demokratie – Speziell Patienten, die Hilfe benötigen

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Last Updated on 04/03/2026 by Benedikt Hopmann


Das persönliche Erlebnis, einen Hautarzttermin zu bekommen: Was so belanglos klingt, kann für einen gesetzlich Versicherten zur Qual werden. Vor allen, wenn man aus einem Land gekommen ist, wo es ein einheitliches Gesundheitswesen gab. Und das nicht ein Konkurrenzland war, wie wir es heute noch stärker geworden sind.
Stärker geworden sind? In diesem Fall ins Negative gewendet. Bevor ich zu meiner Qual um ein Arzt-Termin komme, möchte ich an den “Hippokratischen Eid” erinnern:

Hippokratischer Eid

""Ich schwöre, Apollon den Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen
zu Zeugen anrufend, daß ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde: den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt
zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen
und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern,
die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber
niemandem. Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem
Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht. Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch
werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine
Kunst bewahren. Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren
Gewerbe dies ist. Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der
Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven. Was ich bei der Behandlung sehe
oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es
nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten. Wenn ich nun diesen
Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil."

Quelle:

Triff dieser Eid eigentlich in der heutigen Zeit, in einer angeblich die Demokratie lebenden Gesellschaft, noch zu?

Ich sage nein, warum?

Natürlich gibt es eine Vielzahl an Mitarbeiter im Gesundheitswesen die diesen Eid verwirklichen. Jedoch nimmt das Profitstreben leider auch im Gesundheitswesen zu! Nicht nur in den Krankenhäuser, wo die Patienten es spüren. Nein auch außerhalb der Krankenhäuser nimmt das Profistreben zu. Immer mehr Praxen wachsen aus dem Boden, die Wert auf Selbstzahler legen. Selbst gesetzlich Versicherte werden enorm zur Kasse gebeten. Und was sich daraus entwickelt, werde ich in meinem persönlichen Erlebnis schildern:

Ich versuchte, als gesetzlich Krankversicherter einen Hautarzt zu finden. Was ich da Online erlebte, ist eine Katastrophe und Geldschneiderei. Bei 13 Hautärzte die hintereinander aufgerufen werden, hat man als gesetzlich Versicherter keine Chance, einen Termin zu bekommen.
In den 13 Praxen alles nur Selbstzahler, sogar bei gesetzlich Versicherten, wird man für einen Termin heiß gemacht und wenn man bis zur Bestätigung des Termin gelangt, kommt der Hammer: Gesetzlich Versicherte können kommen, jedoch wird die Behandlung privat abgerechnet. Auf Deutsch, man muss zahlen.

Wir werden ausgenommen wie die Kuh im Dorf.

Was haben wir für Ärzte? In meinen Augen keine Ärzte für den Menschen, nein es geht nur noch um Profit! Der Mensch zählt nichts mehr, schaut Euch in unserer Regierung um, was da abläuft. Nur noch ist die Rede von Krieg, Krieg und nochmals Krieg. Und es kommt noch schlimmer:

Macron verstärkt atomare Abschreckung – Übungen mit Deutschland

Noch in diesem Jahr soll es losgehen: Frankreichs Präsident Macron hat gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland angekündigt. Zudem wolle Frankreich die Zahl seiner Atomsprengköpfe erhöhen: “Wer frei sein will, muss gefürchtet sein.” Quelle:

Bertold Brecht schrieb: “Wenn wir zum Krieg rüsten, werden wir Krieg haben.” Das heißt: “Wenn wir zum Atomkrieg rüsten, werden wir Atomkrieg haben.”

Doch alleine, wenn nur ein “normaler” Krieg, also ein Krieg mit konventionellen Waffen geführt würde, was würde es für uns als Patienten bedeuten?

Wenn wir uns die jetzige Situation der Krankenhäuser und den Umgang mit den Patienten im Allgemeinen ansehen, kann man nur sagen, dass die Situation in den Krankenhäusern katastrophal ist.

Allein nur das oben beschriebene Beispiel mit dem Hautarzt und die Zustände in den Krankenhäuser zeigen uns, wie marode das Gesundheitswesen ist. Jetzt in Friedenszeiten nehmen die Probleme der Krankenhäuser, Praxen und die medizinischen Versorgungszentren zu. Nicht umsonst hat Verdi zu einem Warnstreik bei Vivantes aufgerufen [1] Warnstreik bei Vivantes; ÖPNV-Streik und Chronologie 10 Jahre Kampf um TVöD für alle an der Spree - und nun stellt Euch vor, was im Krieg los sein würde. Denken wir auch an die Überlastung des Notfallpersonals, wie die Feuerwehr, die Rettungsstellen, die Bereitschaftsärzte, das Reinigungspersonal usw. und sofort … wie sie heute kaum noch hinterher kommen. Und dann wird immer weiter beim Schutz der Gesundheit der Bevölkerung gespart.

In einem Krieg, müssten ganz schnell 1.000 Kriegsverletzte pro Tag in den Krankenhäusern verteilt werden . Wer soll das machen? Wie ist das Personal darauf vorbereitet, gibt es genügend Medikamente, genügend Krankenhausbetten? Wie schnell können die verstorbenen Verletzten beerdigt werden, ohne dass eine Seuche sich den Weg freischaufelt?

Der normale Krankenhausbetrieb würde zum Erliegen kommen. Alles Personal wäre nur beschäftigt, die Kriegsverletzten zu behandeln. Und die Zivielbevölkerung muss bluten.

Denkt nur an Dresden 1945, drei Tage bombardierten die anglo-amerikanischen Piloten Dresden, so, dass ein Feuerball entstand und Zigtausende umbrachte. Hier war bei vielen keine Rettung in Sicht, da auch das Gesundheitswesen zerstört war.[2] Dresden 1945

Und bei einem Atomkrieg?

Unvorstellbar, denkt einfach an 1945 zurück, was in Japan passierte.

Anstatt das Gesundheitswesen auf den Krieg vorzubereiten, sollten wir um den Frieden kämpfen!

Zu meinen Erfahrungen beim Hautarzt möchte ich zum Schluss an Hand von Bildern zeigen, wie der jetzige Zustand unseres Gesundheitswesens ist. Das sind nur 6 Beispiele, bei denen zu erkennen ist, wer nur Privatpatienten annimmt bzw. gesetzl. Versicherte bezahlen lässt.
wie soll das mal enden?

Hier einige Beispiele, wie es abgehen kann.

Präsentation: bearbeitet Ingo Müller

Wenn man telefonisch sein Glück versucht einen Termin zu bekommen, passiert folgendes (obwohl die Praxis auf hat)

  • entweder es geht keiner an Telefon
  • oder ständig ist dort besetzt
  • ein Anrufbeantworter springt an und teilt mir mt, dass für Neupatienten keine Termin frei sind
  • oder nur bestimmte Krankheiten (z. B. Krebserkrankte) bekommen einen Termin ( was auch selbstverständlich ist)
  • es gibt kein Hinweis für Neupatienten, wie sie einen Termin bekommen könnten
  • oder ein einfacher Hinweis, dass die Terminvorgabe nur für Privatpatienten gilt.