Solidarität mit Palästina auf der Befeiungsfeier im KZ Mauthausen

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Am Sonntag den 10. Mai 2026 war die Palästina-Solidarität auf der internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen demonstrativ vertreten.

Der beeindruckende Zug der antifaschistischen Delegationen wurde live in ORF III übertragen. Dabei war (ab der Minute 01:56:55) auch eine palästina-solidarische Gruppe zu sehen.

Haim Bresheeth legte gemeinsam mit Roba Darwish, Ernst Wolrab und Dalia Sarig einen Kranz nieder.

Roba Darwish ist Aktivistin in Linz und palästinensischer Herkunft[1]siehe. https://www.youtube.com/watch?v=b9QIMsN7MQM.

Der Vater von Haim Bresheeth war Überlebender des Mauthauenkonzentrationslagers. Haim Bresheeth (neben Roba Darwish) trägt eine Kufiya und einen T-Shirt mit der Aufschrift “Holocaust Survivor Descendant against Gaza Genocide”.

Ernst Wolrab ist ebenfalls Nachfahre von KZ-Verfolgten und ehemaliger Wiener Landessekretär des KZ-Verbandes.

Dalia Sarig ist Mitbegründerin von „Not in Our Name“ und – wie Haim Bresheeth – beim Wiener Antizionistischen Kongress sowie dem Palästinakongress tätig.

Sie verstehen das Gedenken in den Konzentratiosnlagern nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Mahnung und gegenwärtige und zukünftige Aufgabe.

Mit ihrer demonstrativ erklärten Solidarität handeln sie getreu dem Mauthausen-Schwur:

“Der vieljährige Aufenthalt im Lager hat in uns das Verständnis für die Werte einer Verbrüderung der Völker vertieft. Treu diesen Idealen schwören wir, solidarisch und im gemeinsamen Einverständnis, den weiteren Kampf gegen Imperialismus und nationale Verhetzung zu führen. So, wie die Welt durch die gemeinsame Anstrengung aller Völker von der Bedrohung durch die hitlerische Übermacht befreit wurde, so müssen wir diese erkämpfte Freiheit als das gemeinsame Gut aller Völker betrachten.

Der Friede und die Freiheit sind die Garantien des Glückes der Völker, und der Aufbau der Welt auf neuen Grundlagen sozialer und nationaler Gerechtigkeit ist der einzige Weg zur friedlichen Zusammenarbeit der Staaten und Völker. Wir wollen nach erlangter eigener Freiheit und nach Erkämpfung der Freiheit unserer Nationen die internationale Solidarität des Lagers in unserem Gedächtnis bewahren und daraus die Lehren ziehen:

Wir werden einen gemeinsamen Weg beschreiten, den Weg der unteilbaren Freiheit aller Völker, den Weg der gegenseitigen Achtung, den Weg der Zusammenarbeit am großen Werk des Aufbaues einer neuen, für alle gerechten, freien Welt. Wir werden immer gedenken, mit welch großen blutigen Opfern aller Nationen diese neue Welt erkämpft wurde.

Im Gedenken an das vergossene Blut aller Völker, im Gedenken an die Millionen, durch den Nazifaschismus gemordeten Brüder geloben wir, dass wir diesen Weg nie verlassen werden. Auf den sicheren Grundlagen internationaler Gemeinschaft wollen wir das schönste Denkmal, das wir den gefallenen Soldaten der Freiheit setzen können, errichten:

DIE WELT DES FREIEN MENSCHEN.”[2]siehe: https://www.mkoe.at/gedenk-und-erinnerungsarbeit/mauthausen-schwur

Wir hoffen, dasss in Zukunft auch in der Gedenkstätte Buchenwald eine so gezeigte Solidarität mit Palästina möglich sein wird.


Bildquelle: Mauthausen_10052026©StefanieJSteindl

siehe auch: Palästina Solidarität Österreich[3]https://www.palaestinasolidaritaet.at/2026-05-10-starkes-zeichen-bei-der-befreiungsfeier-in-mauthausen-solidaritaet-mit-palaestina-als-konsequenz-des-antifaschistischen-gedenkens/