Empfehlungen zum Krieg in der Ukraine:

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Diese Liste von Empfehlungen wird von Benedikt Hopmann und Ingo Müller zusammengestellt.

Auch wenn wir nicht alle Meinungen der folgenden Beiträge teilen, empfehlen wir sie, weil sie nach unserer Auffassung zum besseren Verständnis des Krieges in der Ukraine beitragen, darunter sehr viele Beiträge von Kriegsgegnern, aber auch Beiträge von dezidierten Kriegsbefürwortern. Wir fügen fortlaufend neue Beiträge zu den alten hinzu.

Hier die ganz aktuell eingestellten Beiträge:

Inhaltsverzeichnis:


14. November 2022, Politico: US-Regierung will keinen Frieden, obwohl hoher US-General das vorschlägt

Die US-amerikanische Tageszeitung Politico veröffentlichte am 14. November 2022 einen Bericht, der deutlich zeigt: Die USA wollen Russland militärisch besiegen und keine Friedensverhandlungen. Der hochrangige General Mark Milley hatte Friedensverhandlungen vorgeschlagen. Doch die US-Regierung lehnt ab. Es sei nur nebenbei bemerkt: Es ist nicht bekannt ist, dass die Bundesregierung Deutschland auf Friedensverhandlungen drängt. Sie ist voll auf Kurs der US-Regierung.

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05. November 2022: Kiew dementiert: Mützenich steht auf keiner Terrorliste

Das ukrainische Außenministerium dementiert die Darstellung von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, nach der er in Kiew auf eine “Terrorliste” gesetzt worden sei. “Die ukrainische Regierung führt keine Terrorliste”, schreibt der ukrainische Außenamtssprecher Oleh Nikolenko auf Facebook. “Und soviel ich weiß, gibt es in der Ukraine auch kein Verfahren gegen Rolf Mützenich.” Alle Behauptungen des deutschen Politikers über seine angebliche Verfolgung durch ukrainische Behörden seien “unwahr”.

Weiterlesen hier:

Auch wenn die alte URL der Liste einen 404-Statuscode angibt, also ins Leere führt, sind die fahndungsgleichen Aufstellungen über das Internetarchiv nach wie vor einsehbar. https://web.archive.org/…/%D1%81%D0%BF%D1%96%D0%BA%D0…/

Schon am 26. September hatten mehrere Abgeordnete der Fraktion die LINKE zu dieser Liste einen Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Die Abgeordneten geben darin unter anderem folgenden Hinweis: “Diese Liste ist aus Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller nicht nur selbst ein Dokument einer Desinformationspolitik, weil sie etliche Personen zu Unrecht als „prorussisch“ bezeichnet, sie stellt vielmehr auch eine Bedrohung der gelisteten Personen dar, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass ukrainische Nationalisten Angriffe auf diese Personen unternehmen, in dem Glauben, es handle sich um „Feinde“ der Ukraine.” Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Andrej Hunko, Ina Latendorf, Żaklin Nastić, Sahra Wagenknecht und der Fraktion DIE LINKE zur Liste des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation

Bei der Beantwortung der Fragen, die in dieser kleinen Anfrage gestellt werden, hält sich die Bundesregierung auffallend zurück – und das obwohl Mützenich als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag der Fraktion angehört, die den Bundeskanzler stellt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Andrej Hunko, Ina Latendorf, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 20/3377 – zur Liste des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation

Ohne ein Wort der Kritik verteidigt die Tagesschau diese schwarze Liste: “Die Ukraine sieht sich auch in einem Informationskrieg – und sie versucht ihn zu gewinnen. Das “Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation” ist da nur eine Gegenmaßnahme”, Tagesschau, 06.11.2022; Was hat es mit Kiews Liste auf sich?

Ukraine: Liste mit “Informationsterroristen” natürlich keine “Terrorliste” (Update)
Liste stillschweigend offline genommen, aber weiter einsehbar (mit Link
)


01. November 2022: „Unsere europäischen Werte“: 1,21 Euro Mindestlohn in der Ukraine

Die Ukraine ist korrupt – wissen wir, macht nichts, ist ja für die gute Sache. Aber die ärmste und kränkeste Bevölkerung, Land als Drehscheibe der europaweiten Niedrigstlöhnerei und des Zigarettenschmuggels, Weltspitze beim Handel mit dem weiblichen Körper – und mehr Soldaten als jeder europäische NATO-Staat. Text von Werner Rügemer. 

Weiterlesen hier:


24. Oktober 2022: 30 US-Abgeordnete der Demokratischen Partei fordern Verhandlungslösung

Zwei Schritte vor – etwas weniger als zwei Schritte zurück

Die Rücknahme des offenen Briefes an den amerikanischen Präsidenten begründen die 30 Demokraten so:

“Aufgrund des Timings wird unsere Botschaft von einigen mit der jüngsten Aussage des republikanischen Führers McCarthy gleichgesetzt, der mit einem Ende der Hilfe für die Ukraine droht, wenn die Republikaner die Regierung übernehmen. Die zeitliche Nähe dieser Aussagen hat den unglücklichen Anschein geschaffen, dass die Demokraten, die stark und einstimmig jedes Paket militärischer, strategischer und wirtschaftlicher Hilfe für das ukrainische Volk unterstützt haben, irgendwie mit den Republikanern in einen Topf geworfen werden, die versuchen, die amerikanische Unterstützung für Präsident Selenskyj und die ukrainischen Streitkräfte zu beenden”.

Die 30 Demokraten haben also Furcht mit den Republikanern in einen Topf geworfen zu werden, obwohl sie nur auf Verhandlungen drängen, aber nicht, wie der Führer der Republikaner, die militärischen und wirtschaftliche Unterstützung für die Ukraine beenden wollen.

Was heißt das?

Es gibt zumindestens erhebliche Teile der Republikaner, die die Ukraine nicht mehr militärisch unterstützen wollen.
Es gibt diese Leute nicht bei den Demokraten.
Aber es gibt unter den Demokraten 30 Parlamentsmitglieder, die wollen, dass mit Russland über ein Ende des Krieges verhandelt wird. Diese Position haben sie nicht wirklich aufgegeben, sondern ihre Erklärung nur deswegen zurückgenommen, weil sie mit den Republikaner nicht in einen Topf geworfen weden wollen.

Im Bundestag ist unter den Regierungsparteien und der CDU/CSU Fraktion weder die eine noch die andere Position zu finden. Innerhalb der SPD-Fraktion hat es eine vorsichtige Initiative in ähnlicher Richtung wie die der 30 Demokraten gegeben.
Eine verstärkte Bewegung in Richtung der 30 Demokraten wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Beendigung der Waffenlieferungen wäre ebenfalls ein sehr wichtiger Schritt, der nicht deswegen falsch wird, weil diesen Schritt auch die Republikaner fordern.

zum Brief hier weiterlesen, in engl. Sprache:

Wortlaut in deutscher Sprache hier weiterlesen:

Erklärung des Progressive Caucus-Vorsitzenden des Kongresses zum Brief an die Ukraine, in engl. Sprache

Junge Welt, 26.10.2022


23. Oktober 2022: Scott Ritter: Die Deutschen sollten ihre Geschichtsbücher lesen

Im Gegenpol-Interview spricht Ritter über den Krieg in der Ukraine, die neue russische Strategie und die zweifelhafte Rolle der Grünen mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in der Regierungskoalition.

Er gilt als einer der bekanntesten Kritiker der US-Außenpolitik. Als ehemaliger Nachrichtenoffizier des US Marine Corps kennt Scott Ritter die Kriege seiner Regierung wie kein Zweiter, und als Waffeninspekteur der Vereinten Nationen für die UNSCOM-Mission im Irak kennt er auch die Lügen, die Washington im Vorfeld der Irak-Invasion 2003 verbreitet hat.

Interview mit deutschen Untertiteln:


21. Oktober 2022: Was die Deutschen denken: Umfrage Körber-Stiftung

Die Körber Stiftung hat eine Umfrage gemacht. Es geht unter anderem darum, was die Menschen in Deutschland über die Rolle Deutschlands in diesem Krieg denken.

Wir haben einige Fragen ausgewählt und darunter die Ergebnisse der Antworten auf dieser Fragen zusammen gefasst. Die Zahlenwerte hinter den Antworten sind Angaben in Prozent.

Weiterlesen hier:


14. Oktober 2022: Russland und die Ukraine – Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz

Gabriele Krone-Schmalz (* 8. November 1949 in Lam als Gabriele Krone) ist eine deutsche Journalistin, Publizistin und Hörbuchsprecherin. Sie war Moskau-Korrespondentin und Moderatorin der ARD. Seit Dezember 2000 ist sie Mitglied des Lenkungsausschusses im Petersburger Dialog, seit 2011 Professorin für Fernsehen und Journalistik an der University of Europe for Applied Sciences. Sie hielt am 14.10.2022 an der Volkshochschule Reutlingen einen Vortrag zum Thema: “Russland und die Ukraine – Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz”

Ausführliche Informationen zu Gabriele Krone-Schmalz sowie weitere Video´s, Interview und Buchvorstellungen bitte hier weiterlesen:


12. Oktober 2022: “Es geht darum, den Frieden zu gewinnen – nicht den Krieg”

Der UN-Diplomat Michael von der Schulenburg, der auch der Sondierungs- und Vorbereitungsgruppe für ein Friedensabkommen (Vatikanstadt) angehört, schreibt am 12.10.2022 zu den Eskalationsgefahren:

“Die jüngsten militärischen Erfolge der Ukraine scheinen all jene im Westen ermutigt zu haben, die glauben, dass dieser Krieg gewonnen werden kann; dass Russland besiegt, und aus allen ukrainischen Gebieten, die es jetzt besetzt hält, vertrieben werden könnte. Auch der ukrainische Präsident Zelensky verkündete nun, dass das einzige Ziel ein vollständiger militärischer Sieg über Russland sein kann, und erneuerte seine Forderung nach einer raschen Aufnahme der Ukraine in die NATO – ein rotes Tuch für Russland.

Aber wäre ein militärischer Sieg gegen eine Atommacht überhaupt möglich? Würde eine militärische Lösung, wenn überhaupt möglich, einen Frieden bringen, oder nur den Boden für einen nächsten Konflikt bereiten? Es droht eine Eskalation, die zur Zerstörung der Ukraine führen und letztlich auch die europäischen Nachbarn und Asien – wenn nicht sogar die ganze Welt – erfassen könnte ….

Von der Schulenburg zu einem vorbereiteten Friedensabkommen im März:

“Im März 2022, nur einen Monat nach Kriegsbeginn, gelang es ukrainischen und russischen Verhandlungsteams, einen 15-Punkte-Entwurf für ein mögliches Friedensabkommen vorzulegen … Man hoffte, dieses Abkommen auf einer Friedenskonferenz am 29. März [2022] in Istanbul auf Außenministerebene abschließen zu können. … Doch dazu kam es nicht. Angesichts der Möglichkeit einer neutralen Ukraine berief die NATO für den 23. März einen Sondergipfel in Brüssel ein, an dem auch US-Präsident Biden teilnahm. Der einzige Zweck dieses Treffens bestand darin, die ukrainisch-russischen Friedensverhandlungen zu beenden. …”

Michael von der Schulenburg. Es geht darum, den Frieden zu gewinnen – nicht den Krieg (12.10.2022) https://makroskop.eu/35-2022/es-geht-darum-den-frieden-zu-gewinnen-nicht-den-krieg/
– in english: –
https://michael-von-der-schulenburg.com/in-ukraine-the-aim-must-be-winning-peace-and-not-the-war/

Hier zur Erklärung der Sondierungs- und Vorbereitungsgruppe für ein Friedensabkommen (Vatikanstadt)


10. Oktober 2022: Jeffrey Sachs “Das ist ein Krieg zwischen Russland und den USA”

Jeffrey Sachs hat am 10.Oktober 2022 den US-Journalisten Aaron Maté und Max Blumenthal ein aufschlussreiches Interview gegeben. Sachs ist Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University in New York City. Sachs äußert sich zu der Zerstörung von Nrdstream 1 und Nordstream 2, zu der Gefahr eines Atomwaffenkrieges und zur Weigerung der USA, sich für eine Neutralität der Ukraine einzusetzen. Das Interview wurde – auf Deutsch übersetzt – in den NachDenkSeiten veröffentlicht.

hier weiterlesen oder hören

Jeffrey Sachs verweist in diesem Interview auch auf die Necons, zu deren verhängnisvolle Rolle in der amerikanischen Politik und insbesondere auch in der Biden-Regierung er schon im Juni in einem Interview mit der Berliner Zeitung Stellung genommen hatte.


10. Oktober 2022: München: SPD und Grüne zensieren Konzert von Roger Waters und Kritik am Nato-Krieg in der Ukraine

Die Olympiapark München Gesellschaft (OMG) gerät wegen des geplanten Konzerts von Roger Waters am 21. Mai 2023 in der Olympiahalle immer stärker unter Druck. “Es irritiert mich sehr”, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), dass die städtische Tochter dieses Konzert auf städtischem Grund stattfinden lasse. “Ich hatte davon keine Kenntnis.” Das birgt eine besondere Brisanz, denn vor und nach dem letzten Konzert von Pink Floyd-Mitbegründer Waters in der Olympiahalle waren der Oberbürgermeister und der Musiker aneinander geraten.

Weiterlesen hier:

Stellungnahme der Internationales Komitee der Vierten Internationale (IKVI)

Stellungnahme Roger Water (engl.)

Deutsch Übersetzung hier:

Roger Waters landet auf der schwarzen Liste der ukrainischen Regierung


09. Oktober 2022: Gabriele Krone Schmalz: ,,Einer muss den Teufelskreis durchbrechen“

“Frankenpost”, 08/09.10.2022

Interview Die ehemalige Russland-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz spricht über den Krieg in der Ukraine.

Weiterlesen hier:


06. Oktober 2022: Michael Lüders “Wir sind die Guten! Über Macht und Moral am Beispiel der GRÜNEN”


30. September 2022: Angela Merkel zu Russland und Putin

Die ehemalige Bundeskanzlerin spricht sich für eine europäische Sicherheitsarchitektur mit Russland aus und ist dafür, die Worte Putins ernst zu nehmen.

Weiterlesen hier


21. September 2022: Victor Grossman: “TEUFEL UND DIE UKRAINE”

TEUFEL UND DIE UKRAINE:

Gedanken eines Amerikaners zu deutschen Ereignissen in Berlin – Gedanken eines Amerikaners zur Politik in Deutschland

Die jetzt in Deutschland regierende liberale „Mitte-Links“-Dreiparteienkoalition übernahm diese Interpretation sofort und vorbehaltlos; Es war Putins Armee, die diese Grenze überschritten hat und jetzt bombardiert und beschießt oder angeblich sogar noch schlimmer.Ich konnte den Tatsachen nicht widersprechen. Aber ich konnte auch keine beunruhigenden Fragen ignorieren: Wo war die Empörung, wo waren die Fahnen, die Willkommensmatten für Flüchtlinge, als die NATO oder ihre Stellvertreter Guatemala, den Irak, Somalia, Haiti, Indonesien putschten, überfielen, bombardierten, beschossen oder auf andere Weise „demokratisierten“? Libyen und etwa ein Dutzend andere? Wie viele weinten mit den Müttern von Hanoi oder Santiago, Bagdad oder Kabul?

Weiterlesen bitte hier:


21. September 2022: Rolf Becker über “Die Leningrader Blockade”

Die Belagerung Leningrads jährte sich am 3. September 2021 zum 80. mal. Rolf Becker wurde aber bereits 2021 wegen „Coronageschichten“ mit seiner zu diesem Anlass gedachten Gedenkveranstaltung stark ausgebremst. Seit dem 24. Februar 2022 aber wiederum wird seine Veranstaltung von zwei Lagern entweder stark besucht oder observiert: „Jetzt wird das [die Gedenkveranstaltung] nur darauf bezogen von bestimmten Gruppen – wir kennen sie alle – die alles torpedieren was ihrer Meinung nach eine inhaltlich tragfähige Erklärung für die Auseinandersetzung Russland – Ukraine/Nato sein könnte“. Mitveranstalter Mike Nagler hat sich für das politische Filmfestival „GlobaLE“ Rolf Becker als Highlight eingeladen. Der 1935 in Leipzig geborene Schauspieler und Synchronsprecher zeigte sich in den letzten Jahrzehnten politisch aktiv für Frieden und Völkerverständigung.


15. September 2022: Brief an Präsidenten Biden” Genug ist Genug – Krieg ist nicht die Antwort”

Gerry Condon, ehemaliger Präsident VETERANS FOR PEACE schreibt einen Brief an Präsident Biden und bitten ihn, auf Veteranen zu hören, die sagen: „Genug ist genug – Krieg ist keine Lösung .“

Brief hier weiterlesen:

Hier die deutsche Übersetzung des Briefes lesen:


9. September 2022: Mit Klaus von Dohnany im Gespräch über die Welt auf Kriegskurs

Ein kurzes, aber lehrreiches Gespräch mit Klaus von Dohnany über den Ukrainekrieg und die Hintergründe, von denen niemand etwas wissen will, ist

hier nachzulesen


02. September 2022: Folgenschwere juristische und politische “Kollateralschäden” der Anschläge am 11. September 2001

Wie die amerikanische Politik den 1. September 2001 nutzte, um die Politik der Neoconservativen (Neocons) durchzusetzen, wird kaum in der Öffentlichkeit diskutiert. Daher empfehlen wir diesen Beitrag.

Recht herzlich bedanken möchten wir uns bei: Wolfgang Jung und Fee Strieffler (https://luftpost-kl.de/index.html)für die Genehmigung der Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Zum Artikel hier weiterlesen:


31. August 2022: Friedensnobelpreisträger IPPNW veröffentlicht neues Papier “Waffenstillstand und Frieden für die Ukraine”

Die Friedensnobelpreisträger-Organisation IPPNW fordert mit Blick auf den Antikriegstag am 01. September, den Fokus nach mehr als 6 Monaten Ukrainekrieg auf eine Verhandlungslösung zu richten. Das heute veröffentlichte IPPNW-Papier “Waffenstillstand und Frieden für die Ukraine” gibt einen Überblick über bestehende Vorschläge und mögliche Schritte, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie statt durch Waffen zu beenden. 

hier weiterlesen:


30. August 2022: Oskar Lafontaine “Deutschland handelt im Ukraine-Krieg als Vasall der USA

Oskar Lafontaine schreibt in der Berliner Zeitung über den Krieg in der Ukraine und das Elend der deutschen Außenpolitik: Europa braucht eine eigenständige Sicherheitspolitik. Eine Fundamentalkritik an der Ampel.

Der Krieg in der Ukraine begann für die große Mehrheit der deutschen Politiker und Journalisten am 24. Februar 2022. Mit dieser Sichtweise, die die komplette Vorgeschichte des Einmarschs der russischen Armee in die Ukraine ausklammert, kann Deutschland keinen Beitrag zum Frieden leisten.

Dem Dichter Aischylos wird der Satz zugeschrieben: Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer. Daraus folgt, dass man, um Frieden zu finden, zur Wahrheit, besser: zur Wahrhaftigkeit zurückkehren muss. Und dazu gehört, dass jeder Krieg seine Vorgeschichte hat. Und die Vorgeschichte des Ukraine-Krieges beginnt mit dem Selbstverständnis der USA, sie seien eine auserwählte Nation mit dem Anspruch, die einzige Weltmacht zu sein und zu bleiben.

hier weiterlesen


28. August 2022: Annalena Barbock: “der Krieg könnte noch Jahre dauern … Die Krim gehört zur Ukraine”

Außenministerin Annalena Baerbock erklärt, die Welt müsse sich “darauf einstellen, dass dieser Krieg noch Jahre dauern könnte.” Hier lesen

Die Außenministerin zu dem Anspruch der Ukraine auf die Krim: “Auch die Krim gehört zur Ukraine.” Hier lesen


26. August 2022: SPD-Politiker fordern Waffenstillstand und ‘modus vivendi’ mit Russland

t-online berichtet über eine Erklärung von Sozialdemokraten, die einen Waffenstillstand und einen ‘modus vivendi’ mit Russland fordern.

Es müsse “auf Basis der Zurkenntnisnahme von Realitäten, die einem nicht gefallen, mit der russischen Regierung ein Modus Vivendi gefunden werden, der eine weitere Eskalation des Kriegs ausschließt”, verlangen die Beteiligten. Dazu müsse es eine Vereinbarung zwischen der Ukraine und Russland geben.

Sie sprechen sich in dem Aufruf für ein Ende des Ukraine-Krieges und auch für eine Vermittlerrolle Chinas aus und warnen vor Lieferungen schweren Kriegsgeräts an die Ukraine. Stattdessen solle es einen neuen Anlauf “einer globalen Entspannungspolitik” geben.

Politiker von CDU und Grünen äußerten sich nach Angaben von t-online entsetzt …

Hier lesen:


5. August 2022: Kampf der Regierung der Ukraine gegen Rechte der abhängig Beschäftigten

Was für eine Regierung in der Ukraine wird von der deutschen Bundesregierung unterstützt?

Schon am 4. Oktoeber 2021 berichtete der österreichische Gewerkschaftsbund (OGB) unter der Überschrift “Ukraine droht Gewerkschaften mit kompletter Entmachtung” über die Planung entsprechender Gesetze. Zudem sollten nicht mehr Tarifverträge die Arbeitsbedingungen regeln, sondern die einzelnen Arbeitsverträge.

Das neue Deutschland berichtet am 5. August 2022 über eine radikalen Abbau von Arbeitnehmerrechten in der Ukraine.

Die schweizer Partei der Arbeit berichtete am 29. Juli 2022 mit Blick auf die Ukraine: “Staat beschlagnahmt sämtliche Immobilien der Gewerkschaften”.

Die Gesetze, die schon vor dem Krieg geplant waren, werden jetzt im Krieg beschlossen.

Der Krieg richtet sich also auch gegen die eigenen abhängig Beschäftigten.


4. August 2022: Amnesty International berichtet über Einsatz von zivilen Einrichtungen als Schutzschild für ukrainisches Militär

Fünf Monate seit der Invasion Russlands richtet „Amnesty International“ schwere Vorwürfe an das ukrainische Militär. Durch den Aufbau von militärischen Stützpunkten in Krankenhäusern, Schulen und Wohngebieten brachte man die Zivilbevölkerung in Gefahr.

Sehr aufschlussreich ist das Interview eines NDR-Journalisten vom 5. August 2022 mit General a.D. und Ex- Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat zu diesem Bericht. Kujat brach das Interview ab.

Hier das Interview des NDR hören.

Das Interview ist nur vom 5.08. bis zum 12.08.2022 hörbar.

Eine aktualisierte Fassung der Pressemitteilung von Amnesty International hier lesen.

Den vollständigen Bericht von Amnesty International auf Englisch hier lesen.


1. Juli 2022: Michael Lüders “Ukraine über alles? Über Moral und wirtschaftlichen Niedergang”


30. Juni 2022: Jeffrey Sachs: “Die Ukraine ist die neueste Katastrophe amerikanischer Neocons”

In der Berliner Zeitung nimmt der Neoliberale Jeffrey Sachs gegen die amerikanischen Neocons und ihre Rolle in dem Krieg in der Ukraine Stellung:

Der Krieg in der Ukraine ist der Höhepunkt eines 30-jährigen Projekts der amerikanischen neokonservativen Bewegung (Neocons). In der Regierung Biden sitzen dieselben Neokonservativen, die sich für die Kriege der USA in Serbien (1999), Afghanistan (2001), Irak (2003), Syrien (2011) und Libyen (2011) starkgemacht und die den Einmarsch Russlands in die Ukraine erst provoziert haben.

Die Erfolgsbilanz der Neocons ist ein einziges Desaster, und doch hat Biden sein Team mit ihnen besetzt. Infolgedessen steuert Biden die Ukraine, die USA und die Europäische Union in ein weiteres geopolitisches Debakel. Wenn Europa einen Funken Einsicht hat, wird es sich von diesen außenpolitischen Debakeln der USA distanzieren.

Weiterlesen hier:


29. Juni 2022: Intellektuelle fordern “Waffenstillstand jetzt!”

Die Verfasser des Appells fordern den Westen auf, den Ukraine-Krieg durch Verhandlungen zu beenden. “Die westlichen Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, müssen sich … fragen, welches Ziel sie genau verfolgen und ob (und wie lange) Waffenlieferungen weiterhin der richtige Weg sind”.

Der Appell wurde in der Zeit veröffentlicht. Zu den Verfassern gehören Jakob Augstein (Publizist), Richard A. Falk (Professor für Völkerrecht), Svenja Flaßpöhler (Philosophin), Thomas Glauben (Professor für Agrarökonomie), Josef Haslinger (Schriftsteller), Elisa Hoven (Professorin für Strafrecht), Alexander Kluge (Filmemacher und Autor), Christoph Menke (Professor für Philosophie), Wolfgang Merkel (Professor für Politikwissenschaft), Julian Nida-Rümelin (Philosoph), Robert Pfaller (Philosoph), Richard D. Precht (Philosoph), Jeffrey Sachs (Professor für Ökonomie), Michael von der Schulenburg (ehemaliger UN-Diplomat), Edgar Selge (Schauspieler), Ilija Trojanow (Schriftsteller), Erich Vad (General a. D., ehemaliger Militärberater von Angela Merkel), Johannes Varwick (Professor für internationale Politik), Harald Welzer (Sozialpsychologe), Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist), Juli Zeh (Schriftstellerin)

hier weiterlesen


27. Juni 2022: Südafrika verlangt diplomatische Offensive

Die sudafrikanische Außenministerin fordert im ZDF: “Ich sehe noch keine starke diplomatische Offensive. Es muss eine diplomatische Lösung her. Wir sollten das nicht den Rakten überlassen …”

Hier das Video mit der amerikanischen Außenministerin hören


Juni 2022: Zum italienischen Friedensplan vom Mai 2022

Eine Stimme aus Österreich zu dem Krieg in der Ukraine:

“Der Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, der nicht zu rechtfertigen ist. Zugleich muss auch die Vorgeschichte dieses Krieges betrachtet, nicht um diesen Krieg zu relativieren, sondern um die Möglichkeiten zur Beendigung des Gemetzels zu erkennen und Vorschläge für eine nachhaltige Friedensordnung in Europa entwickeln zu können, die die Fehler der Vergangenheit vermeiden. Der Mainstream der westlichen Politik und der westlichen Medien blendet diese Vorgeschichte systematisch aus – wohlwissentlich dass dann vielen Menschen klar werden würde, dass dieser Krieg sowohl verhinderbar gewesen wäre als auch dass es jetzt noch Alternativen zur Fortsetzung des Gemetzels gibt …

Der italienische Außenminister unterbreitete einen bemerkenswerten 4-Punkte-Plan zum Frieden in der Ukraine, der von EU und NATO geflissentlich ignoriert wird.”

weiterlesen hier


Juni 2022: Noam Chomsky zum Krieg in der Ukraine

Noam Chomsky macht sehr wichtige Aussagen zum Handeln der NATO, der USA, Russlands im Krieg in der Ukraine

hier hören


Juni 2022 Hintergründe und Lösungsperspektiven im Ukrainekrieg

Der Bundesausschuss Friedensratschlag nimmt in einem lesenswerten Beitrag Stellung zum Ukrainekrieg. Dabei geht es um die Vorgeschichte ebenso wie um Vorschläge, wie der Krieg beendet werden kann.

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Der Tod Europas und die Geburt einer neuen Ordnung

“Kurz um, wir sprechen von reiner und harter Geopolitik und von einem Spiel, das größer ist, als die Menschen es sich vorstellen” – heißt es in diesem Beitrag. Zunächst geht es anhand US-amerikanischer Dokumente um die Ziele, die die USA in dem Ukrainekrieg verfolgen. Die USA verfolgen eine Strategie auf der Grundlage eigener Interessen, die West-Europa zu zerstören drohen. Die westeuropäischen Staaten stellen sich den USA nicht in den Weg, während zahlreiche Länder des Südens, die über eine viel schwächere Wirtschaftskraft verfügen, sich diesem US-amerikanischem Kurs verweigern.

Der Autor dieses Beitrags war Botschafter Nicaraguas in Spanien. Von 1979 bis 1990 juristischer Direktor des Außenministeriums und Stabschef des Außenministers. Er gehörte dem nicaraguanischen Verhandlungsteam in den Friedensprozessen von Contadora und Esquipulas an, von Anfang an bis zur Wahlniederlage des Sandinismus. Er vertrat Nicaragua im Verfahren gegen die USA vor dem Internationalen Gerichtshof wegen des Contra-Krieges und nahm an zahlreichen diplomatischen Missionen teil

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23. Juni 2022: Trommelschläge des Krieges müssen Worten des Friedens weichen

Eine internationale Arbeitsgruppe um den US-amerikanischen Ökonomen und Direktors des UN Sustainable Development Solution Network Jeffrey Sachs traf sich am 6. und 7. Juni in der Casina Pio IV, Vatikanstadt, um Lösungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine“ zu erarbeiten. Die dort entstandene Erklärung wurde auch vom italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi und dem ehemalige Außenminister Miguel Angel Moratinos unterzeichnet.

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Die Erklärung kann auch auf der website Michael von der Schulenburgs gelesen werden. Michael von der Schulenburg ist ebenfalls Mitglied der internationalen Arbeitsgruppe.

Auch hier kann die Erklärung gelesen werden: https://www.unsdsn.org/participants-of-the-science-and-ethics-of-happiness-study-group-call-on-religious-leaders-for-peace


15. Juni 2022: Die ZEIT: Die Ukraine will kein Minsk III Abkommen

Die Ukraine lehnt einen Friedensplan nach dem Vorbild der Minsker Vereinbarung ab.

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1. Juni 2022: ntv meldet: Nach Ankündigung der USA liefert auch Deutschland Mehrfachraketen

ntv meldet: “Nach langem Zögern fällen die USA eine Entscheidung: Sie liefern der Ukraine Mehrfachraketenwerfer des Typs HIMARS. Aus Regierungsreisen heißt es nun, Deutschland wolle dem Vorbild der Vereinigten Staaten folgen …”.

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1. Juni 2022: Die Wirtschaftswoche berichtetet detailliert über den deutschen Waffenexport in die Ukraine

“Olaf Scholz hat in der Generaldebatte im Bundestag am Mittwoch die Lieferung moderner Flugabwehr an die Ukraine angekündigt. Was das System Iris-T-SLM kann und wo die Probleme mit den Waffen aus Deutschland liegen.

Wer hätte eine solche Erschütterung der deutschen Rüstungspolitik vor wenigen Monaten noch für möglich gehalten. Kein Jahr ist es her, da ließ die Bundesregierung nicht einmal die Lieferung halbziviler Güter in friedliche Regionen zu, verweigerte etwa Partnerländern wie Frankreich notwendige Bauteile für Hubschrauber. 

Seit dem historischen Beschluss des Bundestags Ende April ist nun aber sogar die bislang undenkbare Lieferung von Kampfpanzern an die aktive Kriegspartei Ukraine möglich. Zur bereits gelieferten Panzerfaust gesellt sich der Flugabwehrpanzer und nun noch sieben Panzerhaubitzen 2000 …” heißt es in der Wirtschaftswoche am Mittwoch den 1. Juni  2022 abends um 20:00 Uhr.

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28. Mai 2022: Michael von der Schulenburg “In der Ukraine nicht den USA folgen ….”

“Der Westen macht sich in seinem Ukraine-Kurs viel zu abhängig von den USA. Insbesondere die Führung der EU zeigt sich als erschreckend inkompetent.

Die Stimmung in Deutschland steht weiterhin auf Krieg. Die Diskussion um Sanktionen und Waffenlieferungen wird von Anschuldigungen russischer Kriegsverbrechen und von Meldungen ukrainischer Siege bestimmt. Für Frieden scheint da kein Platz zu sein ..”.

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Richard H. Black zum “revolutionären Putsch in der Ukraine 2014

Auf eine Rede des ehemaligen Leiters der Strafverfolgungsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaligen Senators des Bundesstaates Virginia, Oberst a. D. Richard H. Black, zum “revolutionären Putsch” in der Ukraine von 2014, der vom MI6 und der CIA in der Ukraine gegen Russland durchgeführt worden sei. Zur aktuellen Situation sagte Black, sie erinnere an den “Moment im Jahr 1914”, der den Grundstein für den Ersten und Zweiten Weltkrieg legte.

Für viele verbietet sich dieses Video anzuhören, weil es auf RT veröffentlicht wurde. Ich habe es trotzdem aufgenommen, weil sie hörendsert ist.
Hier der Link zum Video mit dem ehemaligen Senator und Oberst a. D. Richard H. Black (13:01 Minuten).

Ich habe den link auf den Nachdemkseiten gefunden, in einem Beitrag von Albrecht Müller, ebenfalls empfehlenswert.


24. Mai 2022: Norman Paech “Die globalen Regeln der NATO und wo bleibt das Völkerrecht?”

In dem folgenden Video kann man sich einen Vortrag anhören, den der Völkerrechtler Norman Paech auf dem Kongress “Ohne NATO leben – Ideen zum Frieden” in der Humbold-Univeristät am 21.5.2022 hielt:


24. Mai 2022: Henry Kissinger in Davos zur Ukraine

Henry Kissinger sagte, die Ukraine müsse Russland Territorium abtreten, um den Krieg zu beenden, und warnte den Westen, dass eine demütigende Niederlage Russlands zu einer weiteren Destabilisierung führen könnte.

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23. Mai 2022: Genaueres über den italienischen Friedensplan

hier lesen


21. Mai 2021: Tagesspiegel berichtet von Friedensplan Italiens

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Kehrtwende am 20. Mai 2022 in der New York Times zum Ukraine-Krieg

Die Berliner Zeitung berichtete am 20. Mai 2022 unter der Überschrift “Neue Haltung zur Ukraine: New York Times klingt plötzlich wie Sarah Wagenknecht” und der Unterzeile “Die einflussreichste Zeitung der Welt fordert den US-Präsidenten auf, Selenskyj Grenzen aufzuzeigen. Krieg mit Russland sei nicht in Amerikas Interesse” von einer Kehrwende in der Haltung der New York Times zum Krieg in der Ukraine:

“Das Sturmgeschütz der amerikanischen Liberalen, die New York Times, hat ihre Haltung zum Ukraine-Krieg überraschend geändert.

Die wohl einflussreichste Zeitung der Welt veröffentlichte am Freitag einen Kommentar ihres editorial boards, in dem vor einer Ausweitung des Krieges gewarnt und nach den Zielen Amerikas in der Ukraine gefragt wird.

Die New York Times fordert US-Präsident Joe Biden in dem Text dazu auf, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Grenzen westlicher Unterstützung aufzuzeigen. Es könne nicht im Interesse Amerikas sein, in einen langwierigen und kostenreichen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden. Die Äußerungen des 1896 gegründeten Editorial Board der New York Times sind auch deshalb so bemerkenswert, weil sie traditionell die Haltung der Ostküstenelite in Grundsatzfragen wiedergibt …”

Weiter in der Berliner Zeitung: “Im März unterstütze die Times noch die Forderung, dass „egal, wie lange es dauert, die Ukraine frei sein wird. Die Ukraine verdient Unterstützung gegen die unprovozierte Aggression Russlands, und die Vereinigten Staaten müssen ihre Nato-Verbündeten anführen, um Wladimir Putin zu zeigen, dass das atlantische Bündnis bereit und in der Lage ist, seinen revanchistischen Ambitionen zu widerstehen“.

Dieses Ziel wolle man auch jetzt nicht aufgeben, „doch  liegt es nicht in Amerikas Interesse, sich in einen totalen Krieg mit Russland zu stürzen, auch wenn ein Verhandlungsfrieden der Ukraine einige harte Entscheidungen abverlangen könnte“ …”.

hier lesen


Pressenza stellt am 18. Mai 2022 Stimmen zusammen, die seit Jahren vor einem Krieg in der Ukraine gewarnt haben

Faszinierend am Ukraine-Krieg ist schon allein die Anzahl der führenden strategischen Denker, die seit Jahren vor einem solchen warnten, wenn wir so weitermachen würden wie bisher. Niemand hat auf sie gehört … Kleine Zusammenstellung dieser Warnungen, von Kissinger bis Mearsheimer: hier lesen


Klaus von Dohnanyi am 12. Mai 2022 bei Sandra Maischberger

hier das Gespräch hören

Maischberger: “Er (Putin) hat gesagt, nicht nur dieses Land gehört nicht in die NATO, sondern er hat auch gesagt, das Baltikum gehört da nicht rein, Polen gehört da nicht rein …”

Dohnanyi: “Nein das stimmt nicht. Was Putin in den letzten Jahren gesagt hat, dass er zurück möchte auf auf einen Status von 1997. 1997 hatte es eine Vereinbarung gegeben, wie die Länder, wenn sie in die NATO kommen, bewaffnet werden sollen. Und darüber wollte er noch mal reden. Er hatte einen ganzen Kranz von Fragen der europäischen Sicherheit und diese europäische Sicherheit enthielt als Kern für ihn die Frage: Gehört die Ukraine in die NATO?”

Klaus von Dohnanyi kann sein Kernargument deutlich machen. Das Beharren auf eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine führte zum Krieg. Hätten die NATO und allen voran die USA ein für allemal auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichtet, hätte ein Krieg vermieden werden können. In den Gründen für den Kriegsbeginn findet man auch den Ansatz für ein Kriegsende: Die USA müssen offen erklären, dass die Ukraine neutral bleiben soll.

Klaus von Dohnanyi argumentiert sehr viel genauer auf dem Boden der Tasachen als dies Sandra Maischberger tut; siehe: Keine Osterweiterung der NATO

Sandra Maischberger unterstellt Russland Dinge, die Russland nicht verlangt hat. Das nennt man Dämonisierung des Gegners. Dem Vertragsentwurf, den Russland der NATO im Dezember 2021 übersandte, kann sehr genau entnommen werden, was Russland gefordert hat. Dort kann man nirgendwo lesen, dass Russland forderte, das Baltikum oder Polen solle die NATO verlassen, sondern es ging ausschließlich um die militärischen Kräfte, die dort stationiert werden sollen. Wir haben den Vertragsentwurf im Wortlaut veröffentlicht; siehe: Was will Russland, was will die NATO?


Genn Greenwald am 9. Mai 2022: Kritik an US-/NATO Politik wird extrem zensuriert”

Wer vom Stellvertreter-Krieg profitiert und wer den Preis dafür zahlt: hier lesen


8. Mai 2022: Ein Kommentar zur Politik Deutschlands in Afghanistan mit wichtigen Folgen für den Krieg in der Ukraine

Allenthalben werden Militärs interviewt. »hacks und heute« will da nicht zurückstehen, halten aber dafür, dass so ein Gespräch auch einen Erkenntnisgewinn haben sollte. An den Kriegen interessieren uns die Ursachen, an der Rüstung die Profiteure, an den Armeen ihre Moral, am Frieden die Haltbarkeit. Jürgen Heiducoff hat in Kamenz und Moskau studiert, er war in Tschetschenien und Afghanistan, schließlich nuklearer Rüstungskontrolleur. Er beantwortet uns Fragen, die heute dringlicher den jeh gestellt werden müssen.


Wolf Wetzel am 6. Mai 2022: Das Whataboutism-Syndrom

Wer auf Widersprüche hinweist, gilt als Verräter. … Jetzt geht es um die Opfer des Krieges. Wer auf dessen Ursachen hinweist, wird mit dem Vorwurf des Whataboutism konfrontiert. Hier lesen


Conrad Schuler am 3. Mai 2022: “Verklärt die traditionelle Linke’ das Russlandbild?”

“Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat nicht nur die Nato und den Westen zu mächtigen Hilfsaktionen für die ukrainische Armee und zu gewaltigen Sanktionen gegen die Wirtschaft Russlands bewogen, er hat zur gleichen Zeit eine ideologische Offensive gegen die „traditionelle Linke“ ausgelöst, die diese endgültig mundtot und politikunfähig machen soll. Die Vorwürfe kommen dabei nicht nur vom Lager der Mainstream-Medien und -Parteien, sie rühren auch von FreundInnen und GenossInnen im Lager der Friedensbewegung und der gesamten Linken. Sie beziehen sich vor allem auf diese zwei Punkte:

  • Wir (ich begreife die Formel „traditionelle Linke“ als auch auf mich und meinesgleichen gemünzt) würden Opfer und Täter vertauschen. Wir würden die Invasion als quasi den Russen aufgezwungen hinstellen. Damit würden wir die Invasion und die Kriegsverbrechen der Russen rechtfertigen. Der anders lautende Satz unserer Erklärungen, der militärische Überfall sei durch nichts zu rechtfertigen, sei eine verlogene Schutzbehauptung.
  • In der Frage der internationalen Auseinandersetzungen seien wir immer noch in einem „letztlich reaktionären Lagerdenken“ befangen, überhaupt würden wir uns in der „Systemkonkurrenz lieber auf die Seite einer rotgelackten national-kapitalistischen Einparteienherrschaft“ stellen (China), anstatt zu sehen, dass im Ukrainekonflikt „nicht die USA und die Nato, sondern Putin und seine Oligarchenclique den Takt in diesem Konflikt angeben“.”

hier die ausführliche Stellungnahme Schulers zu diesen beiden Punkten lesen


Klaus von Dohnany am 22 April 2022 im Interview mit dem NDR “Ich habe vor dem Krieg gewarnt

hier die Zusammenfassung des Interviews

hier das Interview hören: https://www.ardmediathek.de/video/das/das-mit-politiker-klaus-von-dohnanyi/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8wNmQ4YTFkOS0yMTQxLTRiNjAtOWFmMi0wYzY1N2Q0NTEwMmQ

Und hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Interview


Oskar Lafontaine am 28. April 2022 in der Weltwoche “Amerika treibt Europa in einen Atomkrieg”

hier den Beitrag von Oskar Lafontaine in der Weltwoche lesen


Rolf Becker am 16. April auf dem Ostermarsch in Kassel

hier die Rede von Rolf Becker lesen


Lühr Henken am 15. April 2022 in der UZ: Keine “Dark Eagle” in Europa

“Dark Eagle” ist eine amerikanische konventionelle Rakete, die von Deutschland aus in 10 Minuten Moskau erreicht und voraussichtlch im Jahr 2023 in Deutschland stationiert werden soll. Das Steuerungszentrum liegt in Wiesbanden.

hier lesen


Küppersbusch am 7. April zu Selenskji und den Oligarchen in der Ukraine

hier in Youtube sehen, wofür Deutschland Waffen liefert


Brigadegeneral a.D. Dr. Erich Vad: “Jede militärische Lösung führt in die Katastophe!”

Hier das Interview mit dem militärischer Berater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Dr. Erich Vad lesen:


Waffenexport in Ukraine stoppen: Offener Brief vom 21. April 2022 an Bundeskanzler Scholz

hier den offenen Brief im Wortlaut lesen


Interview mit Jeffrey Sachs in der Welt am 1. April 2022: “USA würden viele Tote in Kauf nehmen”.

hier das Interview lesen


26. März 2022 in Warschau: Biden’s Kreuzzug gegen Russland

Am 26. März 2022 hielt der US-Präsident eine Rede in Warschau, in der er den Bogen von dem Zerfall des Warschauer Pakts bis zum Krieg gegen das heutige Russland zieht. “Der Kampf um Demokratie konnte mit dem Ende des kalten Kieges nicht zu Ende geführt werden”. “In den letzten 30 Jahren haben sich die Kräfte der Autokratie ausgebreitet”.

Die “regelbasierte Ordnung, wie sie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschaffen wurde,” sei “direkt bedroht”. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zielten auf das “Herz der Wirtschaft”. Der Rubel werde “zu nichts”. Die Wirtschaft werde “in den nächsten Jahren einen Niedergang erleben”. Vor der Invasion als 11. Volkswirtschaft gelistet, werde “Russland wohl nicht mehr unter den obersten 20. der Weltwirtschaft sein”. “Diese internationalen Sanktionen untergraben die Stärke Russlands”. Mit Blick auf Putin rief Biden aus: “Dieser Mann darf dort nicht bleiben”. Das russische Volk solle eine “faire Chance” bekommen.

“Wir werden einen Preis dafür zahlen, aber die Düsternis der Autokratie bedroht uns”.

Es gehe um eine Aufgabe “unserer Generation und der nächsten Jahre.”

Biden’s Aufruf für einen Kreuzzug gegen Russland:


Interview mit dem Atomwaffenexperten Ted Postol am 25. März 2022: “Atomkrieg mit Russland”

“Ted Postol, Physiker und Atomwaffenexperte sowie emeritierter MIT-Professor, erklärt Robert Scheer in der aktuellen Ausgabe von Scheer Intelligence, wie tödlich das derzeitige Vabanquespiel zwischen den USA und Russland ausgehen könnte. Postol hat vor seiner Zeit am Massachusetts Institute of Technology an der Stanford University und in Princeton gelehrt und war außerdem wissenschaftlicher und politischer Berater des Chefs der Marineoperationen sowie Analyst im Office of Technology Assessment. Sein Fachwissen über Atomwaffen veranlasste ihn, die Behauptungen der US-Regierung über die Raketenabwehr zu kritisieren, wofür er 2016 den Garwin-Preis der Federation of American Scientists erhielt.

Scheer, der das Buch “With Enough Shovels: Reagan, Bush und der Atomkrieg” schrieb, lernte Postol vor 30 Jahren kennen, als die beiden an einem historischen Seminar am Stanford Center for International Security and Cooperation über die Gefahr eines Atomkriegs teilnahmen. Aus seiner Expertenperspektive lässt Postol angesichts der eskalierenden Rhetorik sowohl in den USA als auch in Russland alle Alarmglocken läuten, die man sich in Bezug auf Atomwaffen vorstellen kann. Der MIT-Professor stellt unmissverständlich fest, dass die Angriffe Russlands auf die Ukraine, die sowohl er als auch Scheer als Kriegsverbrechen bezeichnet haben, keineswegs gerechtfertigt waren, dass aber die Rolle der NATO in der aktuellen Krise unbedingt berücksichtigt werden muss, um die nukleare Bedrohung zu verstehen. Postol erklärt, dass die USA dringend aus der Vergangenheit und der Gegenwart lernen müssen, wenn wir kurz- oder langfristig einen Atomkrieg vermeiden wollen, und beklagt die mangelnde Bereitschaft der politischen Führung und der Medien der USA, auch über die Handlungen des (eigenen) Landes nachzudenken” – so heißt es in der Einführung zum Interview mit Ted Postol.

hier das Interview mit Ted Postol lesen


Noam Chomsky: am 23. März 2022

hier ein Interview mit Noam Chomsky zum Ukraine Krieg in pressenza lesen


Lühr Henken: am 5. April 2022

Ein Vortrag, den  Lühr Henken auf Einladung der Hellen Panke (Rosa Luxemburg Stiftung) am 5. April 2022 im Münzenbergsaal des nd-Gebäudes gehalten hat. Thema:

 „Der Ukraine-Krieg – immense Herausforderung für die Friedensbewegung“

hier als pdf-Datei

und unten sehen und hören:



4. April 2022: Frank-Walter Steinmeier zur Entspannungspolitik

Das ZDF lässt in einem Interview den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu Wort kommen, der er darlegt, dass die Entspannungspolitik in den vergangenen Jahren falsch war.

Die Gegenposition beschreibt der Sozialdemokrat Klaus von Dohnanyi.


Willy Wimmer am 13. April 2022 “Der grüne Weg in den Dritten Weltkrieg

…Von Friedensbemühungen keine Spur, dafür ist man viel zu sehr Partei geworden. Es herrscht eine Stimmung in EU-Europa, die vor keine Dämonisierung zurückweicht. Sehenden Auges werden Waffen geliefert, bei denen es nicht mehr von einem selbst abhängt, ob die Türschwelle zum Dritten Weltkrieg überschritten ist. Es sind nicht die Knobelbecher sondern die Stöckelschuhe, die diesmal den Weg ins Verderben auf das Pflaster schlagen“.

den Beitrag von Willy Wimmer lesen


Hans-Jürgen Urban am 16. März 2022 zum Ukraine-Krieg

Am Mittwoch, den 16. März erschien in der Frankfurter Rundschau ein Gastbeitrag von Hans-Jürgen Urban, Mitglied des Vorstandes der IG Metall zum Ukraine-Krieg und zum Hochrüstungsprogramm. Hier der Beitrag auf seiner Website: https://hans-juergen-urban.de/krieg-gegen-die-ukraine-was-zu-tun-sein-koennte/


Hanna Lakomy “Lob der Feigheit” am 12. März 2022 in der Berliner Zeitung

Ein Beitrag “Lob der Feigheit” von Hanna Lakomy in der Berliner Zeitung vom 12. März 2022: https://www.imi-online.de/2022/03/03/der-nato-prolog-des-ukraine-krieges/


Informationsstelle Militarisierung e.V. vom 3. März: “Der NATO-Prolog des Ukraine-Krieges”

Ein Beitrag der Informationsstelle Militarisierung e.V. vom 3. März unter dem Titel “Der NATO-Prolog des Ukraine-Krieges”: https://www.imi-online.de/2022/03/03/der-nato-prolog-des-ukraine-krieges/


Michael von der Schulenburg am 1. März 2022: Was ist die Alternative zu Putin?”

“… Putin hat mehrmals versucht, eine Einigung mit dem Westen darüber zu erreichen. Noch am 22. Juni 2021 hatte Putin in der ZEIT Vorschläge dazu gemacht. In der Reaktion darauf wurden diese in der gleichen Zeit-Ausgabe kurzerhand als Gift abgetan. Auch in den letzten Monaten gab es wiederholt Möglichkeiten, auf Russland zuzugehen ….”

hier lesen


27. Februar 2022: Rede von Bundeskanzler Scholz “Wir erleben eine Zeitenwende”

Die Rede von Bundeskanzler Scholz “Wir erleben eine Zeitenwende” auf der Sondersitzung im Bundestag am 27. Februar 2022 hier hören.


IPPNW und IALANA am 11. Februar 2022 “Diplomatie statt Kriegsvorbereitung”

Am 11. Februar 2022 veröffentlichte die IALANA zusammen mit der IPPNW einen Appell an die Bundesregierung “Diplomatie statt Kriegsvorbereitung

Offener Brief der IALANA vom 29. März 2022 an Bundeskanzler Olaf Scholz hier lesen:


7. Dezember 2021, Erklärung ehemaliger Generäle und Botschafter: “Raus aus der Eskalationsspirale”

Knapp drei Monate vor Kriegsbeginn warnten ehemalige deutsche Generäle und Botschafter in einem Aufruf: “… Wir drohen in eine Lage zu geraten, in der ein Krieg in den Bereich des Möglichen rückt”. Der Aufruf endete mit folgender Feststellung: “… es gibt für die Ukraine-Krise keine militärische Lösung, die nicht zu einer unkontrollierbaren Eskalation führt” … Aufruf “Raus aus der Eskalationsspirale weiterlesen …


Klaus von Dohnanyi: “Nationale Interessen ..”, 3. Auflage, München 2022 (Buch)

Klaus von Dohnanyi: “Nationale Interessen. Orientierung für deutsche und europäische Politik in Zeiten globaler Umbrüche”, 3. Auflage, München 2022


Michael Lüders: Vortrag vom 22. April 2021 “Krieg in der Ukraine: Die wirtschaflichen Folgen – und wie ihn beenden?”

Michael Lüders setzt sich detailliert mit den Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland auseinander. Die Quittung bekommen wir bei der nächsten Heizkostenabrechnung.

hier der Vortrag von Michael Lüders am 22. April zum Krieg in der Ukraine:


Michael Lüders: Vortrag vom 6. März 2021 zum Ukraine Krieg

Ein Video-Vortrag von Michael Lüders vom 6. März 2021. Nur wenige Tatsachen haben sich seitdem geändert. Vor allem seine Betrachtungen, wie sich Deutschland langfristig positionieren soll, sind hörenswert:


13. Dezember 2021: Gespräch zwischen M. Lüders und S. Wagenknecht über das Buch von Lüders “Die scheinheilige Weltmacht”


Michael Lüders: Buch “Die scheinheilige Weltmacht”, München 2021

Empfehlenswert auch das Buch von Michael Lüders “Die scheinheilige Weltmacht. Warum wir aus dem Schatten der USA heraustreten müssen”, München 2021.


Putin am 22. Juni 2021 in “DIE ZEIT”

“… Es setzte sich jedoch ein anderer Ansatz durch. Diesem lag die Erweiterung der Nordatlantischen Allianz zugrunde, die selbst ein Relikt des Kalten Krieges war. Denn geschaffen war sie ja zur Konfrontation aus der damaligen Zeit heraus.

Die Grundursache des zunehmenden gegenseitigen Misstrauens in Europa lag im Vorrücken des Militärbündnisses gen Osten, das im Übrigen damit begann, dass die sowjetische Führung de facto überredet wurde, dem Nato-Beitritt des geeinten Deutschlands zuzustimmen. Die damaligen mündlichen Zusagen nach dem Motto “Das ist nicht gegen euch gerichtet” oder “Die Blockgrenzen werden nicht an euch heranrücken” wurden nur allzu schnell vergessen. Der Präzedenzfall wurde geschaffen.

So rollten seit 1999 fünf weitere “Wellen” der Nato-Erweiterung. 14 weitere Staaten traten dem Bündnis bei, darunter ehemalige Sowjetrepubliken, was alle Hoffnungen auf einen Kontinent ohne Trennlinien de facto zunichtemachte …”

hier lesen


05.08.2020: Seit mindestens dem 05.08.2020 werden der Fährhafen Sassnitz, ausländische Personen und Unternehmen durch die USA bedroht

Die US-Senatoren Cruz, Cotton und Johnson schrieben am 5. August 2021 an den Geschäftsführer der “Mukran Port Fährhafen Sassnitz GmbH”: “Dieses Schreiben dient als förmlicher rechtlicher Hinweis darauf, dass die Fährhafen Sassnitz GmbH und Mukran Port sowie Ihre Vorstandsmitglieder, leitenden Angestellten, Anteilseigner und Mitarbeiter durch diese Waren, Dienstleistungen, Unterstützung und Bereitstellung Gefahr laufen, vernichtenden rechtlichen und wirtschaftlichen Sanktionen ausgesetzt zu werden, zu deren Verhängung unsere Regierung verpflichtet sein wird. Diese Sanktionen beinhalten potenziell fatale Maßnahmen, die die Fährhafen Sassnitz GmbH wirtschaftlich und finanziell von den Vereinigten Staaten abschneiden werden.

Energy Security Act of 2019 (PEESA), sieht vor, dass der Präsident umfassende Sanktionen gegen” ausländische Personen oder Unternehmen verhängt, die an der Bereitstellung von Schiffen für die Verlegung der Tiefseepipeline für das Nord Stream 2-Projekt beteiligt sind. Die Sanktionen sind obligatorisch und es gibt keinen Ermessensspielraum bei ihrer Verhängung.”

Originalbrief hier weiterlesen:

Deutscher Text hier:

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jürgen Trittin, Katharina Dröge,
Dr. Franziska Brantner, weiterer Abgeordneter und der FraktionBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN– Drucksache 19/22027 –

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Alexander S. Neu, Dr. Diether Dehm,
Heike Hänsel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/24544 –


Brzezinski am 29. Juni 2015 in der Zeitung “Die Welt”

Zbigniew Brzezinski, über viele Jahrzehnte einer der wichtigsten amerikanischer Sicherheitsberater, der nicht unbedingt als Taube bekannt ist, erklärte am 29. Juni 2015 in der Zeitung “Die Welt”: “Damit sich aus dem Kalten Krieg kein heißer Krieg entwickelt, müssen der Westen und Moskau ernsthaft miteinander verhandeln, um eine Kompromissformel zu finden …. Man muss anerkennen, dass sich einerseits die Ukraine hinsichtlich ihrer Zukunft und ihrer Erwartungen sehr stark nach Westen orientiert. Russland möchte andererseits so viel Kontrolle wie möglich aufrechterhalten. Vor diesem Hintergrund würde meiner Ansicht nach die beste Kompromissformel darauf hinauslaufen, dass die Ukraine sich am Status Finnlands orientiert. Der Ukraine würde es gestattet, sich eng Europa anzuschließen, und zugleich bekäme Russland die Zusicherung, dass die Ukraine nicht Mitglied der Nato wird. Sie hätte, so wie Finnland, einen speziellen Sicherheitsstatus”.

hier das Interview lesen:


George Friedman am 15. März 2015 über die Ziele der USA

hier lesen und hören


Resolution 2202 (2015) UNO-Sicherheitsrat zur Ukraine; 17.02.2015

Die Resolution fordert alle Parteien auf, das Maßnahmenpaket, einschließlich der darin vorgesehenen umfassenden Waffenruhe, vollständig umzusetzen.

weiterlesen hier


07. Mai 2014: “Wer Kiew hat, kann Rußland zwingen”Die Ukraine und die deutschen Kriegsziele im Ersten Weltkrieg Von Reiner Zilkenat

Foto: Ingo Müller

“Als der deutsche Imperialismus im August 1914 daran ging, seinen »Platz an der Sonne« mit Waffengewalt einzufordern, spielte die Frage nach den Kriegszielen naturgemäß eine herausragende Rolle.

Am 9. September 1914 brachte Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg in einer geheimen Denkschrift zu Papier, für welche Ziele die Millionen deutscher Soldaten an den Fronten zu leiden und zu sterben hatten. Wir lesen hier u.a.: »Sicherung des Deutschen Reiches nach West und Ost auf erdenkliche Zeit. Zu diesem Zweck muß Frankreich geschwächt werden, daß es als Großmacht nicht neu erstehen kann, Rußland von der deutschen Grenze nach Möglichkeit abgedrängt und seine Herrschaft über die nichtrussischen Vasallenvölker gebrochen werden.« Bereits einen Monat zuvor hatte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Gottlieb von Jagow, folgende bemerkenswerte Sätze in einem Erlaß für den deutschen Botschafter in Wien formuliert: »Insurgierung nicht nur Polens, sondern auch der Ukraine erscheint uns sehr wichtig; 1. als Kampfmittel gegen Rußland; 2. weil im Falle glücklichen Kriegsausganges die Bildung mehrerer Pufferstaaten zwischen Rußland und Deutschland bzw. Österreich-Ungarn zweckmäßig würde, um den Druck des russischen Kolosses auf Westeuropa zu erleichtern und Rußland möglichst nach Osten abzudrängen.«

Weiterlesen hier:


29. April 2014: Die Anstalt über die NATO unter anderem

Ab 35:45 Min. wird über das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine und die Verflechtung einflussreicher Journalisten in den atlantischen Netzwerken gesprochen. Eingeleitet wird dieser Teil mit eine Bewertung der EU aus französischer Sicht. Ab 44:10 Min. ein Lied von Konstantin Wecker, das er so einleitet: “Die Zeichen stehen auf Eskalation. Da hat wohl eine gewaltige Lobby ein gewaltiges finanzielles Interesse daran. Kaputtmachen, wieder aufbauen, neue Märkte, neue Waffen, neue Särge, neues Geld, das ist nun mal die Art, wie unser völlig krankes Wirtschaftssystem seine Krisen löst …”.

Rede Putins auf der 43. Münchener Sicherheitskonferenz im Jahr 2007

hier lesen


Rede Putins am 25. September 2001 vor dem Deutschen Bundestag

Die Rede Putins im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag: Der erste Teil der Rede befasst sich ausführlich mit der Bekämpfung des islamischen Terrorismus. Ab 11:05 beschäftigt sich die Rede ausführlich mit der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland und dem “gemeinsamen Haus Europas”: “Wir haben es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinierungsorgane geben Russland keine reale Möglichkeit bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Nur werden wir dann nachträglich gebeten, sie zu bestätigen …”


George Kennan 1997 in der New York Times zur Ukraine

hier lesen


Brzezinski 1997 “Die einzige Weltmacht”

Dieses Buch “Die einzige Weltmacht” von Brzezinski kann als pdf Datei hier geladen werden:


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